Eckdaten zum heutigen Tag
Originalplanung
Heute sind wir von der Originalplanung nicht abgewichen und haben nur eine einzige Etappe zurückgelegt:
- Grächen – Gruben
- Distanz: 22 km
- Aufstieg: 2000 m
- Abstieg: 1750 m
- Laufzeit: 09.10 h
Link zur Übersicht: 2026 – Alpenpässeweg Teil 2 (6 Tage)
Unsere Ergebnisse
Anhand unserer Tracker haben wir folgende Durchschnittswerte erzielt:
- Grächen – Gruben
- Startzeit: 07.55 Uhr
- Ankunftszeit: 14.00 Uhr
- Distanz: 22 km
- Aufstieg: 1930 m
- Abstieg: 1700 m
- Laufzeit: 06.05 h
- Anzahl Schritte: 18’000
- Tempo: 16.43 min/km
Komoot Daten
Tagesbericht
Um 06.45 Uhr klingelten unsere Wecker, das Frühstück hatten wir ja auf 07.00 Uhr vorbestellt. Trotzdem blieben wir noch ein wenig im Bett liegen und hatten überhaupt keinen Stress. Die Vorbereitungen schritten jedoch gemäss morgendlicher Routine voran und so waren wir nach ungefähr einer halben Stunde bereit, um zum Frühstück anzutreten.
Heute war die Vorbereitung insofern etwas spezieller, als dass sowohl Fourchi als auch Haude aufgrund der nassen Füsse gestern noch das eine oder zusätzliche Blasenpflaster aufkleben mussten. Fourchi setzte dabei einmal mehr auf den Rat von Dr. Haude und zeigte seine problematischen Zonen.
An dieser Stelle möchten wir noch auf einen Hinweis unserer Leserschaft zum gestrigen Beitrag Stellung nehmen. Es geht um die folgende Passage:
„Nachdem wir unsere Gesichter, Arme und Beine mit Sonnencrème, sowie weitere Extremitäten mit Zaubersalbe eingeschmiert hatten…“
Wir möchten hier noch die „Extremitäten“ klarstellen. Dabei handelte es sich bei Haude um seine Schulter sowie seine Beine und bei Fourchi um die Knie. Insofern waren es keine weiteren Extremitäten, als im Blog geschrieben und hierfür möchten wir uns entschuldigen. Hoffentlich ist das Thema damit geklärt.
Es war also nun 07.30 Uhr und wir sind im Speisesaal angekommen, wo uns ein herrliches Frühstück vorbereitet wurde. Eine kleine Fleischplatte, eine kleine Früchteplatte, Orangensaft, Brot, Konfitüre und Honig standen bereit und an der Kaffeemaschine konnten wir uns selbständig bedienen. Haude entschied sich für einen Cappuccino, Fourchi setzte auf eine heisse Ovi.

Nach ungefähr 20 Minuten war das Frühstück beendet und wir verabschiedeten uns noch von der sehr freundlichen Gastgeberin Anna. Draussen angekommen stand wieder die tägliche Challenge an und Fourchi entschied sich heute für zehn Liegestützen inklusive Rucksack.
Am Ton ist zu hören, dass Haude auch fünf Stück ausreichend gewesen wären, aber dann hätte das nicht so super geklappt mit dem Vorbeifahren der beiden E-Scooter rechts und links. Da musste Fourchi lachen.
Um 07.55 Uhr legten wir dann los und befanden uns sogleich wieder auf der Route 6 – an dieser Stelle möchte sich Fourchi selber ein Kompliment machen, weil er so tolle Unterkünfte direkt an der Strecke gebucht hat, damit wir auf keinen Fall zusätzliche Meter zurücklegen müssen.
Lauschen wir noch kurz Fourchis einführenden Worten zum heutigen Tag:
Gleich zu Beginn dann ein kleiner Schock, als wir wieder einem Rasensprenger begegneten, welcher auch die Strasse bewässerte. Dank einem geschickten Ausweichmanöver blieben wir aber trockenen Fusses und marschierten weiter.

Nur wenige Meter später auch schon das nächste Ereignis. Wir liefen an einem Haus vorbei, und dieses Haus hatte einen Namen an der Wand… Erratet ihr den Namen?

Gestern noch hat Haude eine Wandergruppe mit „Lueg ins Land“ bezeichnet, und jetzt kannten wir wohl auch deren Herkunft…
Es ist auf den Bildern schon zu sehen, wir bewegten uns auf asphaltierten Strassen steil abwärts in Richtung St. Niklaus. Das war nicht sonderlich angenehm, weil wir richtig spürten, wie jeder Schritt in unsere Knie knallte. Zudem war die Routenmarkierung auch nicht sonderlich optimal. Deshalb nutze Fourchi praktisch während des gesamten Abstiegs seine App und das war auch die richtige Entscheidung – wir wären sicher das eine oder andere Mal falsch abgebogen.





Allerdings wussten wir uns während dieses Abstiegs dennoch zu beschäftigen, schliesslich konnten wir ganze drei Brücken traversieren und natürlich haben wir uns da wieder voll ins Zeug gelegt, um entsprechende Fotos zu schiessen.



Nach guten 50 Minuten Laufzeit sind wir in St. Niklaus unten angekommen, das lag nun nur noch knapp 1000 m.ü.M. und war somit einer der tiefsten Punkte, die wir während unserer Wanderung erreicht hatten. Dieser Abstieg ist jetzt (trotz Brücken) kein spezielles Erlebnis und wenn man das irgendwie auslassen kann, würden wir es auslassen. Für uns kam das aber nicht in Frage und deshalb haben wir auch diesen Abstieg über uns ergehen lassen.
In St. Niklaus navigierte und Fourchi gekonnt durch die kleinen Strassen zur Bahn nach Jungen (auch Jungu genannt), aber natürlich nicht um in die Gondel einzusteigen, sondern den langen Aufstieg in Angriff zu nehmen.
Dieser begann sogleich ziemlich steil und wir konnten schon zwei Wanderer überholen, welche sich noch nach unserem Tagesziel erkundigten. Es ist schon augenfällig, wie freundlich die Walliser sind – das möchten wir auch noch speziell erwähnen. Vermutlich haben uns noch nie so viele Mensch zurückgegrüsst, wie während diesen Tagen im Wallis.
Fourchi übernahm bei diesem Aufstieg den Lead und konnte so seine Pace vorlegen, während ihm Haude folgte. Anfänglich folgte auf eine steile Phase eines Aufstiegs jeweils wieder eine kurze Erholungsphase, wo es etwas flacher wurde. Das war sehr angenehm, aber das sollte sich im Verlauf des Aufstiegs ändern. Die Aufstiege wurden länger und die Erholungsphasen rarer und kürzer. Also begannen wir ordentlich zu schwitzen, aber setzen unseren Aufstieg immer weiter fort.





Da hat sich doch noch ein Brückenfoto eingeschlichen, habt ihr sicher bemerkt. Nachdem wir etwas länger als eine Stunde unterwegs waren, legten wir dann auf einem sich ankündenden Bänkli eine Pause ein. Normalerweise meldet sich einer von uns beiden, wenn er eine Pause als sinnvoll erachtet. Dann legen wir fest, dass wir beispielsweise noch bis zur nächsten runden Stunde laufen oder nach einem passenden Pausenplatz Ausschau halten. Das hat den psychologischen Vorteil, dass eine Pause in Aussicht ist (man setzt nochmals Energiereserven frei) und trotzdem legen wir noch zusätzliche Meter zurück und kommen somit unserem Ziel näher.

Nach kurzen 5 Minuten Pause und ein paar guten Schlücken von unseren Getränken setzten wir unseren Aufstieg fort. Es fehlte nicht mehr viel bis zur ersten Zwischenstation in Jungen, es blieb aber auch ordentlich steil, bis uns im Dorf ein herrlicher Duft von frisch gemähtem Gras in Kombination mit Diesel entgegenwehte.


Und dann nach 01.15 Stunden erreichten wir Jungen, und unser Goldjunge Haude posierte gekonnt für das erste heutige Siegerfoto:

Mittlerweile sind wir also von knapp 1100 Metern auf knapp 2000 Meter aufgestiegen und hatten somit die Hälfte der heutigen Höhenmeter bereits zurückgelegt. Da wir erst kurz zuvor eine Pause eingelegt haben, setzten wir unseren Weg fort, natürlich ging es weiterhin aufwärts.
Das nächste geschossene Foto ist dann tatsächlich auch schon wieder ein Pausenfoto, als wir nach gut zwei Stunden wieder das Bedürfnis nach Flüssigkeit verspürten.

Der Aufstieg blieb steil, aber mit unserem konstanten Tempo (Fourchis Tempo) kamen wir wunderbar voran und überholten auch schon bald die nächste Wandergruppe. Nach knapp 12 Kilometern hatten wir dann eine erste Zwischenhöhe erreicht und von da an sollte es gemäss Topographie der heutigen Tour etwas flacher werden. Anfänglich war das ganz schön und wir fühlten uns an die vorherigen Etappen zurückerinnert – herrlich angelegte Wanderwege mit kleinem Auf und Ab.





Aber schon wenige Momente später fanden wir uns in einer Steinwüste wieder und es zeigte sich, dass diese nächsten flachen Kilometer alles andere als easy peasy werden würden…


Die Geröllhaude (finden wir auch heute noch lustig) zog sich wirklich über fast zwei Kilometer und war noch anspruchsvoller als gestern von Saas-Fee nach Grächen. Wir mussten uns häufig den richtigen Weg suchen und unsere Hände zu Hilfe nehmen, weil die Wanderstöcke da nicht immer eine super Unterstützung waren. Also hielten wir unsere Konzentration hoch und legten dann nach vier Stunden Laufzeit nochmals eine Pause ein, bevor uns dann die letzten zwei Kilometer des Aufstiegs noch bevorstehen würden.

Man sieht auf diesem Bild mit Fourchi im Hintergrund den ganzen Weg, welchen wir durch die Steinwüste zurückgelegt haben. Nachdem wir einen Riegel konsumiert hatten und unsere Tanks wieder mehr oder weniger voll waren, nahmen wir also die letzten Kilometer des Aufstiegs in Angriff. Haude warnte schon, dass es zum Schluss sehr steil werden würde. Fourchi glaubte das nicht und spielte das ein wenig herunter. Zu Beginn hatte Fourchi noch recht…




Aber als der letzte Kilometer anstand wurde es übelst steil und wir kamen fast nicht mehr vorwärts. Anderen Wanderern erging es noch schlimmer und so haben wir trotzdem noch vor der Passhöhe weitere Wanderer überholt. Es war dann letztendlich schon ein Kampf, aber auch diesen haben wir angenommen und letztendlich erfolgreich gemeistert.





Nach 04.45 Stunden erreichten wir den Augstbordpass auf einer Höhe von 2892 m.ü.M. und somit einen der höchsten Punkte auf unserer Tour. Der Wind bliess uns da aber dermassen um die Ohren, dass wir uns gleich wieder für den Abstieg entschieden.
Der Abstieg auf der anderen Seite des Passes war ähnlich steil, wie wir ihn von der anderen Seite hinaufgekraxelt sind. Das war auch nicht sonderlich angenehm, aber wir wollten so rasch wie möglich dem heftigen Wind entfliehen.

Die Steilheit liess dann aber bald nach und die Wege schlängelten sich schon bald durch Wiesen und nicht mehr durch die Steinwüste. Kurz nach dem Start des Abstiegs machte sich Haude bemerkbar und rief nach Fourchi: „Jetzt gibt es dann eine Premiere!“. Fourchi war sichtlich verwirrt und forderte Details. Haude ergänzte, dass wir schon bald das erste Mal von einem Wanderer überholt werden (von Trailrunnern haben wir uns bisher schon überholen lassen).
Nun begann das Kopfkino: Wie würde es sich anfühlen, wenn wir tatsächlich von anderen Wanderern überholt werden? Wären wir dann im Stolz verletzt? Würden wir uns hinterfragen? Wären wir enttäuscht von unserer Leistung? Fragen über Fragen…
Wir kennen die Antworten auf diese Fragen nicht, weil es ist nicht eingetreten. Fourchi drückte nach dieser Aussage von Haude im Abstieg aufs Tempo und wollte das auf keinen Fall passieren lassen. Haude bezeichnete Fourchi als Super Saiyajin (das stammt mal wieder aus Dragonballs). Am ehesten wäre das wohl vergleichbar mit der Aktivierung des Beast-Modes (Biest Modus). Jedenfalls distanzierten wir den angedrohten Wanderer und genossen die sich ändernde Landschaft.



Der Abstieg war äusserst angenehm und wir kamen so gut voran, dass wir uns spontan nochmals für eine Pause nach ca. 05.30 Stunden entschieden. Wir legten uns auf einen riesigen Stein und dann wurden wir nach einigen Minuten (wir machten schon lange Pause) doch noch von diesem Wanderer überholt. Aber das lassen wir nicht gelten… Darüber diskutieren wir auch nicht.

Haude war sich nicht sicher, ob er diesen jungen Wanderer nicht kannte. Er dachte, dass es sich um den Cousin seiner besseren Hälfte handelt, aber es war nur eine Vermutung.
Wir beendeten unsere Pause und nahmen nun auch noch die letzten drei Kilometer Abstieg in Angriff. Und tatsächlich sahen wir dann diesen jungen Wanderer etwas weiter unten auch auf einem Stein sitzen und da bremste dann Haude vorsichtig ab – eine kurze peinliche Stille, gegenseitiges Betrachten – und dann die Erkenntnis: „ich kenne dich“. Und Haudes Vermutung bestätigte sich, das hielten wir natürlich in einem Foto fest:

Beflügelt von dieser schönen Überraschung flogen wir den restlichen Abstieg schon fast hinunter. In der Manier von Trailrunnern sind wir wirklich in einem sehr zügigen Schritt den Berg hinuntergeeilt. Das war nur möglich, weil die Wege eine gute Steilheit aufwiesen und auch von der Beschaffenheit super zu begehen waren. Also dieser Abstieg nach Gruben war überraschend angenehm.







Da waren wir dann also um 14.00 Uhr auch schon, nach knapp mehr als sechs Stunden Wanderzeit haben wir das Hotel Schwarzhorn in Gruben mit grosser Zufriedenheit erreicht. Haude posierte für das letzte Siegerfoto.

Unmittelbar nach der Ankunft stand dann noch die Challenge von Fourchi auf dem Plan, aber dieser hatte sich schon beim Abstieg bei Haude gemeldet und posaunt, dass das sicher kein Problem sein würde heute. Aber schaut es euch selber an:
Und nachdem das auch erledigt war, kümmerten wir um den Check-In, welcher äusserst speditiv war. Wir suchten nun unser Touristenlager, und dieses befand sich natürlich im obersten Stock. Glücklicherweise ging es uns aber am Ende der Etappe verhältnismässig gut und so kamen wir ziemlich gut die Treppen hoch. Wir betrachteten kurz unseren Massenschlag und stellten fest, dass wir da mit insgesamt fünf weiteren Personen übernachten werden – und gehören die Betten 1 und 2 (aus unserer Sicht die besten).

Da noch nicht sonderlich viel Betrieb war, nutzten wir diese Gelegenheit, um kurz unter die Dusche zu hüpfen (da war es seeeeehr eng, aber immerhin hatte es warmes Wasser), die einzige Steckdose in unserem Zimmer zu beschlagnahmen und bereits erste Vorbereitungen für die morgige Etappe zu treffen (Kleider bereitlegen, Wasservorräte auffüllen etc.).
Nachdem wir beide wieder gut rochen, haben wir uns entschieden, den Elite Whisky bereits am Nachmittag zu konsumieren (am Abend im Massenschlag wäre das womöglich etwas suboptimal). Und das war dann mal ein interessanter Mix, weil wir beide noch Getränke mit Magnesium (wie nach jedem Tag) zubereitet hatten und auch schon davon getrunken hatten. Jedenfalls einmal mehr eine wunderbare Inszenierung und ein wahrer Gaumenschmaus:

Wir möchten an dieser Stelle noch erwähnen, dass es extrem auffällig ist, wievielen englisch sprechenden Wanderern wir auf der heutigen Tour begegnet sind. Angekommen in Gruben war es noch viel extremer: Im Touristenlager wird praktisch ausschliesslich englisch gesprochen und damit hätten wir nicht gerechnet. Wir waren uns nicht bewusst, dass Gruben ein solcher Hotspot für ausländische (vermutlich vor allem amerikanische) Touristen ist.
So verging die Zeit und um 15.30 Uhr waren wir soweit ready, um nach unten auf die Gartenterrasse zu verschieben und dort unseren Nachmittag bzw. Abend zu geniessen.
Beim Herunterlaufen kam Fourchi in den Sinn, dass er noch die Toilette aufsuchen musste und so drückte er das iPad in Haudes Hände und beauftragte ihn mit der Platzsuche draussen im Garten. Als Fourchi dann auch nach draussen kam, suchte er verzweifelt nach Haude, konnte ihn aber irgendwie nicht ausfindig machen. Doch dann entdeckte er weitere bekannte Gesichter, mit denen er an dieser Stelle definitiv nicht gerechnet hätte.
Fourchis bessere Hälfte ist zusammen mit dem kleinen Schnufel und seinen Eltern in Gruben aufgetaucht und sie haben uns damit wirklich mächtig überrascht. Wir gesellten uns im Garten zu ihnen und konnten die Zeit mit den Überraschungsgästen in vollen Zügen geniessen.

Sie hatten aufgrund der grossen Auslastung im Hotel Schwarzhorn in Gruben nach einer Unterkunft in der Nähe Ausschau gehalten und sind in Oberems fündig geworden. Nach dem gemeinsamen Apéro folgte dann auch noch das gemeinsame Abendessen, sie hatten das alles feinsäuberlich geplant und arrangiert. Das Menü bestand heute aus vier Gängen:
- Gemüsecrèmesuppe
- Gemischter Salat
- Reis mit Pouletgeschnetzeltem
- Caramalchöpfli
Gegen 20.00 Uhr haben sie sich dann auf den Weg ins ungefähr 8 Kilometer weit entfernte Oberems gemacht (natürlich mit dem Auto und nicht etwa zu Fuss).

Wir hingegen zogen uns auf unser Zimmer zurück, putzten uns noch die Zähne, bereiteten so gut wie möglich unsere Rucksäcke vor und versorgten uns nochmals mit der Zaubersalbe.
Hierzu haben wir noch eine weitere Frage erhalten: Was ist die Zaubersalbe?

Das ist sie also. Damit reiben sich Fourchi und Haude abends und morgens jeweils diverse Extremitäten ein und wisst ihr was? Das heizt dann nach dem Auftragen jeweils so ordentlich ein.
Fazit
Die heutige Etappe war sicherlich eine weitere für die Galerie. Einzig der Abstieg von Grächen nach St. Niklaus könnte man getrost weglassen. Trotzdem haben wir die Etappe wie gewohnt in voller Länge zurückgelegt und wir mussten heute beim letzten Stück des Aufstiegs zum Augstbordpass nochmals so richtig an unsere Grenzen gehen. Petrus meinte es heute einmal mehr gut mit uns und so sind wir trockenen Fusses durch den heutigen Tag gekommen (trotz der anfänglich drohenden Gefahr durch einen Rasensprenger).
Im Verhältnis zur gestrigen Etappe war diese heute sicherlich deutlich einfacher zu bewältigen und entsprechend fitter fühlten wir uns unmittelbar nach der frühen Ankunft um 14.00 Uhr. Aber das ist etwas, was wir in den vorherigen Jahren gelernt hatten – zwei extrem harte Etappen aneinander sind der Killer. Und deshalb war dies wiederum sehr gut geplant.
Die medizinische Versorgung heute Morgen war ideal. Die zusätzlich platzierten Blasenpflaster an den Füssen haben sich bewährt und so sind weder bei Haude noch bei Fourchi weitere Beschwerden aufgetaucht. Fourchis Knie hält sich zudem weiterhin sehr gut und stellte auch heute keine Probleme dar. Die Knieschiene scheint ihren Dienst zu leisten.
Ausblick
Morgen steht wieder eine Doppeletappe über das Hotel Weisshorn nach Grimentz an. Beide Etappen sind jedoch eher kurz (11 bzw. 12 Kilometer) und auch bezüglich der Höhenmeter überschaubar. Entsprechend hoffen wir, dass wir morgen nochmals im Verlauf des frühen Nachmittags in Grimentz eintreffen und dann im Idealfall die Rigi Schwinget noch in gemütlicher Atmosphäre verfolgen können.
Haude wird garantiert bereits unterwegs immer wieder einen Blick in die Gänge werfen und Fourchi auf dem Laufenden halten, wenn die Innerschweizer die Gäste aus Bern und der Nordwestschweiz auf den Rücken legen.
Das Wetter für morgen sieht soweit so gut aus und es winkt wieder eine trockene Ankunft. Davon war zu Beginn der Wanderung noch nicht auszugehen, aber Petrus scheint ebenfalls ein Fan unseres Blogs zu sein und möchte, dass wir das Abenteuer bis zum Ende durchziehen können.
Was uns noch etwas Sorgen bereitet, ist eine Wegsperrung zwischen Ayer und Les Morasses. Diese Stelle müssten wir kurz vor der Ankunft in Grimentz passieren, aber leider ist da im App keine alternative Route erkennbar. Wir werden uns also morgen wohl überraschen lassen müssen, was da auf uns zukommt.
In diesem Sinne wünschen wir euch weiterhin ein schönes Wochenende und freuen uns, euch morgen wieder zu berichten…

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