Tag 2: Stoos – Brunnen – Luzern


Eckdaten zum heutigen Tag

Originalplanung

Die Originalplanung (Strecken und Laufzeit via Bahn abgezogen) für unsere heutige Etappe bestand aus etwas mehr als einer Etappe (erste Etappe ab Stoos):

  • Muotatal – Stoos – Brunnen
  • Distanz: 16 km
  • Aufstieg: 400 m
  • Abstieg: 820 m
  • Laufzeit: 05.00 h
  • Brunnen – Luzern
  • Distanz: 16 km
  • Aufstieg: 840 m
  • Abstieg: 430 m
  • Laufzeit: 05.00 h

Mit unserer Planung für den gesamten Tag lagen folgende Werte zugrunde:

  • Stoos – Klingenstock – Fronalpstock – Brunnen – Gätterlipass – Rigi Kaltbad – Vitznau – Luzern
  • Distanz: 35 km
  • Aufstieg: 2610 m
  • Abstieg: 2480 m
  • Laufzeit: 13.30 h

Link zur Übersicht des Tell Trails: 2023 – Tell Trail (6 Tage)

Unsere Ergebnisse

Anhand unserer Tracker haben wir folgende Durchschnittswerte erzielt (während der grossen Pause haben wir den Tracker gestoppt):

  • Stoos – Brunnen
  • Startzeit: 08.10 Uhr
  • Ankunftszeit: 14.00 Uhr
  • Distanz: 20 km
  • Aufstieg: 1240 m
  • Abstieg: 1820 m
  • Laufzeit: 05.15 h
  • Anzahl Schritte: 32’000
  • Tempo: 15.45 min/km
  • Brunnen – Luzern
  • Startzeit: 14.10 Uhr
  • Ankunftszeit: 17.30 Uhr
  • Distanz: 14 km
  • Aufstieg: 730 m
  • Abstieg: 450 m
  • Laufzeit: 03.15 h
  • Anzahl Schritte: 12’000
  • Tempo: 14.37 min/km

Tagesbericht

Bevor wir mit dem heutigen Bericht beginnen, noch eine kurze Vorwarnung: Er wird wohl ähnlich lange wie gestern, auch wenn das lange Zeit nicht den Anschein machte. Aber beginnen wir zuerst beim Frühstück. Fourchi und Haude haben beide nicht sonderlich gut geschlafen. Während Fourchi den Grund dafür nicht genau evaluieren konnte, war sich Haude sicher, dass sein Traum die Ursache war. Irgendwie befand er sich in einer nervenaufreibenden Verfolgungsjagd mit entgleisten Zügen, Hausfriedensbruch und vielen weiteren unverständlichen Dingen. Trotzdem sind wir dann um 07.00 Uhr aufgestanden und haben schon mal alles vorbereitet, damit wir nach dem Frühstück gleich starten können. Zu den Vorbereitungen zählte heute Morgen das Aufkleben präventiver Blasenpflaster, das tägliche Pudern von Haudes Füssen sowie das Einschmieren mit feiner Sonnencrème. Pünktlich um 07.30 Uhr haben wir unseren Tisch im Restaurant eingenommen und uns am Buffet gut verpflegt. Leider haben wir beide unsere Handys im Zimmer liegen lassen und deshalb gibt es heute kein Frühstücksfoto (wird nicht mehr vorkommen). Nachdem wir uns verpflegt hatten und uns wieder ins Zimmer begeben wollten ist uns dann auch noch ein warmes Buffet auf der anderen Seite aufgefallen: Speck, Spiegeleier, Rührei und so weiter… Ohje, was haben wir uns geärgert, aber wir mussten unsere sieben Sachen packen und dann ging es auch schon los.

Um 08.10 Uhr konnten wir dann unsere heutige Etappe in Angriff nehmen und da wollten wir noch kurz das fehlende Foto vom Frühstück kompensieren, indem wir mit dem Maskottchen vor der Stoosbahn posierten.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch total optimistisch und so begaben wir uns bei nebligem Wetter in Richtung Klingenstock. Nach ungefähr 10 Minuten entschieden wir uns dann schon zu einem Tenüwechsel, weil wir in der langen Kluft dermassen schwitzten. Unter anderem war das der Fall, weil die Wege doch konstant und über lange Dauer ziemlich steil waren. Leider sieht man im Bild mit Haude unmittelbar vor dem Tenüwechsel die Steilheit der Rampe im Hintergrund nicht sonderlich gut, aber das war wirklich wirklich steil und wir mussten uns da richtig in den Hang reinlegen.

Der Aufstieg führte zunächst über breite Schotterwege, bevor wir in schöne Bergwanderwege hineinkamen und die Wiesen immer weiter in Richtung Klingenstock durchqueren durften. Die Stimmung war mit dem ganzen Nebel fast schon mystisch und natürlich war es rein von der Temperatur her sicher angenehmer, als wenn die Sonne uns auf unsere Köpfe runtergeschienen hätte.
Beim Aufstieg hat sich uns auch mal wieder die eine oder andere Kuh in den Weg gestellt und somit mussten wir auch heute wieder eine kleine Schlaufe laufen.

Letztendlich sind wir dann aber nach einer guten Stunde schon auf dem Klingenstock angekommen – standesgemäss ordentlich verschwitzt. Eigentlich hätten wir uns jetzt ja ein wahres Panorama erhofft, aber an Haudes Gipfelsturm ist zu erkennen, dass wir nichts – wirklich gar nichts – bestaunen konnten…

Naja, wir trugen es mit Fassung und nach einer kurzen Verschnaufpause nahmen wir die in den Himmel gelobte Gratwanderung zum Fronalpstock in Angriff. Diese Geschichte ist angesichts des fehlenden Panoramas relativ rasch erzählt: „Stägeli ufe – Stägeli abe“. Die Gratwanderung ist rein vom Wanderweg wirklich sehr gut zu belaufen und es gäbe sicherlich auch ein herrliches Panorama zu bestaunen.

Uns sind halt aber unter diesen Umständen andere Dinge aufgefallen: Die Treppen hatten teilweise eine wirklich doofe Länge, sodass Personen mit eher kürzeren Beinen (wie Fourchi) keinen richtigen Rhythmus finden konnten. Aber trotzdem kamen wir sehr zackig voran und so waren wir ungefähr eine Stunde später auch schon beim nächsten Gipfelsturm auf dem Fronalpstock angelangt.

Soweit so gut, wir waren total gut in der Zeit und hatten auch schon einen ordentlichen Teil der heutigen Höhenmeter zurückgelegt. Nun stand also der Abstieg durch den Morschacherwald nach Brunnen an, um von da aus den zweiten Teil unserer heutigen Etappe in Angriff zu nehmen. Nach einer kurzen Verpflegungspause auf dem Fronalpstock liefen wir also abwärts in Richtung Brunnen. Zunächst war das alles wunderbar und dank der aufkommenden Sonne konnten wir sogar den einen oder anderen schönen Ausblick geniessen.

Danach mussten wir einen ersten Entscheid treffen. Es gab zwei Wege nach Morschach, wobei einer dieser Wege als Alpinwanderweg (blau-weiss) gekennzeichnet war. Gemäss Haudes App sollten wir diesen nehmen, aber wir entschieden uns dann für die wahrscheinlich etwas grössere Schlaufe – aber aus unserer Sicht die sicherere Variante. Und so ging es weiter hinab, noch nicht allzu steil, aber mit viel Geröll. Und dann eröffnete sich vor uns plötzlich eine wunderbare Aussicht.

Was hier leider nicht zu sehen ist – was sich dahinter befindet. Und zwar ein brutal steiler Abstieg, welchen wir mit äusserster Vorsicht und in sehr langsamen Tempo bewältigen mussten. Es war für uns wahrscheinlich der bisher strengste Abstieg (inkl. Via Alpina) und der zerrte wahnsinnig an der Konzentration. Auch hier ist es leider schwierig, euch einen Eindruck zu vermitteln, aber womöglich kann das Bild von Haude etwas Aufschluss darüber geben.

Dieser extrem steile Teil nahm schätzungsweise rund eine Stunde in Anspruch, bevor wir in leicht wegsameres Gelände vorstiessen. Darüber waren wir gottenfroh, aber trotzdem mussten wir unsere Konzentration aufrecht erhalten. Immer wieder hörte man den einen oder anderen Rutscher – und Haude kam sage und schreibe 2-Mal zu Sturze. Somit konnte er in dieser unliebsamen Statistik auf 2:2 ausgleichen, weil Fourchi während des Abstiegs zwar den einen oder anderen Rutscher verkraften musste, aber stets auf den Beinen blieb. Übrigens blieb Haude unversehrt und zog nicht so eine Show wie Fourchi gestern ab… Kompliment.

Der Abstieg kam uns schier endlos vor, aber trotzdem erreichten wir irgendwann mal wieder einen Schotterweg und so legten wir um 12.30 Uhr unsere Mittagspause ein. Dafür suchten wir uns ein schönes Bänkli aus und begannen mit der Verpflegung – naja, wenn man das wirklich so nennen darf. Haude hat sich zwei Ovo-Riegel reingedrückt und Fourchi musste sich wahnsinnig überwinden, auch einen Proteinriegel zu verdrücken. Dann noch das eine oder andere Gummibärli und natürlich viel zu trinken.

Da die Zeit mittlerweile doch schon weit fortgeschritten war, überprüften wir nochmals unsere heutige Planung. Da sahen wir, dass uns noch rund 06.45 Stunden Wanderzeit ab Brunnen bevorstehen würden und das wäre dann doch noch etwas extrem. So entschieden wir uns kurzerhand, von Brunnen das Bähnli nach Urmiberg zu nehmen und uns somit rund 700 Höhenmeter und einige Kilometer zu sparen. Wir wollten nämlich um 17.49 Uhr in Vitznau sein, um von da aus das Schiff nach Luzern zu erreichen. Dazu würden wir ab Rigi Kaltbad die Zahnradbahn nehmen wollen. Mit diesem Schlachtplan begaben wir uns wieder auf den Weg nach Brunnen, welcher noch ungefähr eine Stunde dauern würde. Dieser Weg war dann doch erstaunlich schön, durch Wiesen und Wälder und immer ein wenig abwärts, aber nicht allzu steil. Da gäbe es übrigens auch noch einen Fitnessparcour, welcher uns ziemlich cool erschien – könnte man mal machen, wenn man da in der Umgebung wohnt oder unterwegs ist.

Gegen 13.30 Uhr sind wir dann nach den letzten Treppen in Brunnen angekommen und suchten uns den Weg hin zur Talstation Urmiberg. Haude übernahm den Lead dafür und sagte eine Laufzeit von 25 Minuten für 2 km an. Fourchi lief ihm natürlich hinterher… Leider hatte Haude in der Navigation nicht direkt nach der Talstation Urmiberg gesucht und so legten wir spontan eine schöne Schlaufe ein, bevor wir dann doch noch so knapp um 14.00 Uhr bei der Talstation eintrafen. Fourchi war übrigens keinerlei angepisst – aber happy war er auch nicht, da er wohl schon die etwas schwereren Beine hatte…

Zu diesem Zeitpunkt haben wir übrigens unsere Tracker für den ersten Teil unserer heutigen Etappe gestoppt. So hatten wir schon 20 km in über fünf Stunden Laufzeit mit dem einen oder anderen Höhenmeter zurückgelegt. Entsprechend gelegen kam uns diese kurze Verschnaufpause beim Bähnli.

Glücklicherweise hatten wir ein perfektes Timing und komplettierten die sechs bzw. sieben Personen, sodass wir gleich einsteigen und losfahren konnten. Fourchi packte seinen Rucksack an einen Haken am Bähnli, Haude nahm seinen Rucksack mit in die Kabine. Keine Sorge, Fourchis Rucksack ist wohlbehalten oben angekommen und er konnte ihn wieder in Empfang nehmen. Er hatte schon etwas damit geliebäugelt, dass wenn der Rucksack runterfallen würde, er dann kein Gewicht mehr zu tragen hätte für das letzte Stück. Die übrigen Konsequenzen blendete er natürlich aus. In der Kabine durften wir dann mit den netten Passagieren über unser Vorhaben diskutieren und sie waren sichtlich beeindruckt. Und das süsse kleine Kind hatte auch seine Freude an uns – bei seiner allerersten Bähnlifahrt.

Oben angekommen beglichen wir noch unsere Rechnung (13 CHF pro Person) und hatten noch einen kurzen Schwatz mit dem Betreiber des Bähnlis. Er riet uns noch zu einer Route über Hochflue, wo wir ein bisschen „kraxeln“ müssten. Aber wir entschieden uns dann doch dagegen und nahmen den Weg direkt zum Gätterlipass in Angriff. Es folgte ein weiterer Aufstieg, welcher zwar unter normalen Umständen sicher easy zu bewältigen gewesen wäre. Aber da wir schon etwas in den Beinen hatten, war das nicht ganz so locker wie gedacht. Trotzdem erreichten wir über schöne Wege durch den Wald und über grüne Wiesen nach gut einer Stunde den Gätterlipass, wo wir wiederum eine Verschnaufpause einlegten.

Nun strebten wir als nächstes Zwischenziel Rigi Scheidegg an, um dann von da aus noch zu Rigi Kaltbad zu traversieren. Im Nachhinein betrachtet war dies wohl wiederum ein Umweg, weil wir zusätzliche Höhenmeter zurücklegten und auch einige Kilometer mehr. Es gäbe sicher einen direkteren Weg nach Rigi Kaltbad, aber wir hatten halt die Rigi Scheidegg noch im Kopf vom Gespräch mit dem Bähnlibetreiber und so gingen wir von da aus blind weiter. Übrigens hatte Haude beim Gätterlipass noch die Wasserflaschen nachgefüllt – das hat aber ungefähr gute 10 – 15 Minuten gedauert, weil das Wasser fast nur rauströpfelte.

Beim Aufstieg in Richtung Rigi Scheidegg konnten wir dann noch das eine oder andere Mal ein tolles Panorama bewundern. Zudem waren die Wanderwege wirklich sehr schön, über grüne Wiesen und mit einer guten Steilheit. Die Sonne schien nicht allzu stark und damit war das für uns ziemlich angenehm hinsichtlich der Temperaturen.

Nach ungefähr einer weiteren Stunde erreichten wir dann auch schon die Rigi Scheidegg. Unsere Beine waren aber langsam aber sicher schwer, Fourchis Füsse schmerzten doch stärker als auch schon und so war die Erleichterung gross, als ein weiteres Zwischenziel abgehakt werden konnte.

Zeitlich war also mittlerweile schon etwas nach 16.00 Uhr und somit kamen wir langsam aber sicher unter Zeitdruck, um rechtzeitig in Vitznau zu landen. Also packten wir nochmals den Rucksack auf den Rücken und marschierten los. Es folgte ein elend langes gerades Stück auf Schotterwegen nach Rigi Kaltbad, wo wir zwar ein regelmässiges Tempo laufen konnten, aber mit schweren Beinen läuft sich selbst das nicht mehr allzu locker. Wiederum konnten wir den einen oder anderen schönen Ausblick geniessen und damit versuchen, die schlummernden Energien freizusetzen.

Die Zeit drängte und so warf Haude während dem Laufen nochmals einen Blick in die Fahrpläne. Dabei stellte er fest, dass die Zahnradbahn nur stündlich um jeweils .34 Uhr fährt und 27 Minuten benötigt um nach Vitznau zu gelangen. Somit wäre es gar nicht möglich gewesen, das letzte Schiff um 18.49 Uhr ab Vitznau noch zu erwischen. Haude fand aber als Alternative die Luftseilbahn ab Rigi Kaltbad, welche jeweils um .40 Uhr fährt. Nach einer kurzen Fahrt von 10 Minuten wären wir im Tal angekommen und um 18.05 Uhr würde unser Schiff nach Luzern ablegen. Das klang nach einem Plan, aber hierfür mussten wir jetzt noch einen Zacken zulegen. Scheinbar gab es da wirklich noch schlummernde Energie freizusetzen, weil wir legten die letzten Kilometer in einer Zeit von weniger als 10 Minuten pro Kilometer zurück. Dabei konnten wir die coolen Wege nur mässig geniessen. Aber es blieb auch noch genügend Zeit, um uns über Touristen aufzuregen, welche mit einer Kutsche eine Rundfahrt machten – ist halt nicht so unser Fall… Und so trafen wir um 17.30 Uhr bei der Bahnstation ein und konnten uns einen Platz für die nächste Talfahrt sichern.

Da bereits alle Sitzplätze von den Hardcore-Wanderern besetzt waren (also von den Touristen, welche wohl nicht besonders viel gelaufen sind), verzogen wir uns in eine Ecke und setzten uns auf unsere Rucksäcke. Dann bekamen wir noch Besuch von zwei schönen Hunden, einer davon hiess Lio. Fourchis Hund sollte vor gut 2 Jahren eigentlich auch Lio heissen. Aber da kurze Zeit zuvor sein Göttibueb von seiner Schwester zur Welt gebracht wurde und ebenfalls Lio heissen sollte, wurde Fourchis Hund kurzerhand auf Neo umgetauft.

Nach der Talfahrt stürmten wir aus dem Bähnli heraus, weil uns ja wiederum nur eine gute Viertelstunde verblieb, um zur Schiffsstation zu gelangen. Aber auch das ging gerade noch so auf und so sassen wir – etwas überraschend – doch im 18.05 Uhr Schiff ab Weggis nach Luzern. Das Schiff war zwar ziemlich gut besucht, aber trotzdem fanden wir einen schönen Platz im hinteren Bereich der „Schwyz“. Da wir doch schon ziemlich spät dran waren, begann Fourchi bereits mit dem Vorbereiten des Blogs und Haude nutzte die Gelegenheit, sein Handy nochmals aufzuladen, damit er sein online gelöstes Ticket auch noch vorweisen konnte (und das war auch wirklich nötig).

Nach der Ankunft in Luzern versorgte sich Haude noch mit einem alkoholfreien Feldschlösschen Bier vom Coop am Bahnhof, bevor wir in den Bus in Richtung Fourchi Casa einstiegen. Nach einer kurzen Fahrt stiegen wir aus, legten unsere letzten Meter für den heutigen Tag zurück und warteten im Lift gespannt auf Fourchis kleinen Neo. Seht es euch selbst an:

Und zack, da waren alle Sorgen und Strapazen vom heutigen Tag wieder vergessen. Und natürlich freute sich Fourchi genauso, seine Ursi zu sehen und diesen einen Abend während des Abenteuers mit ihr an seiner Seite zu verbringen. Nachdem sich auch Neo wieder beruhigt hatte, konnte Fourchi seine erste Wäsche aufsetzen (Haude verzichtete dankend, da er genügend Kleidung mit sich trägt) und sich eine wohlverdiente Erfrischung mit der Outdoordusche über den Dächern von Luzern gönnen. Dabei hat er stets das morgige Tagesziel – den Pilatus – vor Augen (sorry für die Freizügigkeit, aber das gehört beim Duschen halt dazu – keine Angst, Fourchi trägt natürlich Badehosen).

Nachdem auch Haude seine Dusche genommen hatte (Indoor), gingen wir zum nächsten Punkt der Tagesordnung über: dem Abendessen. Ursi hat freundlicherweise einen leckeren Hörnlisalat sowie einen Tomaten-Mozarella-Salat und ein paar kleine Pouletschnitzel vorbereitet, welche wir gemeinsam auf der Terrasse geniessen konnten. Das war echt ein geniales Abendessen – vielen Dank Ursi.

Und nach dem Abendessen stand dann auch noch der Blog auf dem Programm, welcher sich leider bis in die Dunkelheit hineinzog, da es so viel vom heutigen Tag zu berichten gab und wir mit gegen 50 Fotos und ca. 10 Videos dermassen viel Material einordnen mussten, dass es nicht ganz einfach war das für euch doch noch einigermassen knackig aufzubereiten.

Fazit

Die heutige Etappe war wahnsinnig intensiv. Mit insgesamt 34 Kilometern, über 2000 Höhenmetern und einer Laufzeit von gut 08.30 Stunden mussten wir unseren Körpern viel zumuten – an dieser Stelle ein herzliches Entschuldigung an unsere Füsse, aber wir versorgen euch sicher mit weiteren Blasenpflastern und hoffen auf eine kleine Entlastung in den kommenden Tagen.
Die Routenplanung war sicherlich auch etwas zu ambitioniert und in dieser Form wohl gar nicht machbar im Rahmen unserer Wanderung. Mit unseren heute getroffenen Entscheidungen sind wir aber restlos zufrieden und würden es wohl wieder so machen.

Auf der heutigen Route haben wir zu Beginn nur sehr wenige Wanderer gesehen. Nach der Gratwanderung zum Fronalpstock entdeckten wir dann schon die ersten Touristen, welche dann in Rigi Kaltbad definitiv Überhand gewannen. Ansonsten war es für uns wiederum sehr angenehm mit den wenigen Leuten – natürlich hatte es dann in Brunnen, Weggis und Luzern viele Leute, aber es geht uns ja um die Berge.

Wir möchten Ursi nochmals unseren grossen Dank aussprechen. Sie hat uns nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern hat auch geholfen, die Whisky Flasche etwas zu leeren. Zudem hat sie auch das Bett von Haude vorbereitet (er schläft im oberen Stock) und sonstige Arbeiten erledigt, um Fourchi und Haude das Leben zu erleichtern.

Ausblick

Morgen steht die Wanderung nach Kriens, über den Pilatus, runter nach Alpnach und nach Stans an. Das ist eine 1:1 übernommene Etappe aus dem Tell-Trail, wobei wir doch einige Kilometer zusätzlich zurücklegen werden (z.B. der Weg nach Kriens oder den Abstieg nach Alpnach). Vermutlich werden wir uns aber dann von Alpnach in den Zug nach Stans setzen, um diese flache Passage einzusparen.

Das Wetter sieht für morgen ziemlich vielversprechend und nicht allzu heiss aus. Trotzdem möchten wir am Morgen im Idealfall etwas früher los, da wir ja nicht auf die Frühstückszeiten des Hotels angewiesen sind. Somit planen wir, morgen um ca. 07.30 Uhr von Fourchis Casa in Richtung Kriens zu marschieren und dann den Pilatus zu bewältigen.

Bis dahin sind hoffentlich die schweren Beine wieder etwas leichter und dann steht der erfolgreichen Absolvierung unserer dritten Etappe nicht mehr im Wege.


2 Antworten zu „Tag 2: Stoos – Brunnen – Luzern”.

  1. Avatar von Sara Haas-Duss
    Sara Haas-Duss

    Liebe Extrem-Wanderer
    Es ist schön, von euren Strapazen zu lesen und beruhigend, dass wir euch lachen sehen dürfen und wir wissen, dass es euch trotz all den gelaufenen Höhenmetern und Kilometern körperlich gut geht!
    Bitte schaut zu euch, geniesst, falls immer nötig, mehr Pausen und bleibt munter und gesund!
    Bis glii – häit Sorg…
    Liebi Grüess
    Haude-Mami Sara 💪👍👏😘😘😘

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  2. Avatar von Sibylle
    Sibylle

    Mieni Liebe
    Danke für d E-Mail. Has gnosse üie geschtrieg Tagesbriecht zläse. Bi hüt extra ufe Hometrainer üie Tagesablouf ga läse+ ou schwietze cho.
    Für de hütig Tag aues Gueti+ passit guet uf üich uf. Fröie mich uf die nächscht Mail
    Liebi Grüess Sibylle

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