Eckdaten zum heutigen Tag
Originalplanung
Die Originalplanung (Strecken und Laufzeit via Bahn abgezogen) für unsere heutige Etappe bestand aus etwas mehr als einer Etappe (zweite Etappe bis Stoos):
- Altdorf – Muotatal
- Distanz: 18 km
- Aufstieg: 560 m
- Abstieg: 1450 m
- Laufzeit: 05.30 h
- Muotatal – Stoos – Brunnen
- Distanz: 16 km
- Aufstieg: 400 m
- Abstieg: 820 m
- Laufzeit: 05.00 h
Mit unserer Planung für den gesamten Tag lagen folgende Werte zugrunde:
- Altdorf – Chinzigpass – Wängital – Muotatal – Stoos
- Distanz: 39 km
- Aufstieg: 2570 m
- Abstieg: 1730 m
- Laufzeit: 13.30 h
Link zur Übersicht des Tell Trails: 2023 – Tell Trail (6 Tage)
Unsere Ergebnisse
Anhand unserer Tracker haben wir folgende Durchschnittswerte erzielt (während der grossen Pause von 30 Minuten haben wir den Tracker gestoppt):
- Altdorf – Muotatal
- Startzeit: 07.50 Uhr
- Ankunftszeit: 14.50 Uhr
- Distanz: 26 km
- Aufstieg: 1700 m
- Abstieg: 1500 m
- Laufzeit: 06.30 h
- Anzahl Schritte: 31’000
- Tempo: 15.01 min/km
- Muotatal – Stoos
- Startzeit: 15.30 Uhr
- Ankunftszeit: 17.15 Uhr
- Distanz: 6 km
- Aufstieg: 700 m
- Abstieg: 20 m
- Laufzeit: 01.45 h
- Anzahl Schritte: 6’000
- Tempo: 17.30 min/km
Tagesbericht
Sodele, es ging also wieder los. Pünktlich um 07.00 Uhr sind wir zum Frühstück erschienen und setzten uns an denselben Tisch wie vor einem Jahr. Dann kam auch wieder dieselbe nette Dame, um unsere Bestellung aufzunehmen und beim Abdrehen fragte sie: „Sie waren doch auch schon hier, oder?“. Das hat uns dann doch etwas überrascht, aber tatsächlich waren wir ja ziemlich genau vor einem Jahr an derselben Stelle. Jetzt stellt sich die berechtigte Frage, weshalb sie sich an uns erinnern konnte. Sind wir wirklich dermassen aufgefallen (positiv oder negativ)? Jedenfalls haben wir uns sehr gefreut und haben das Frühstück voller Genuss konsumiert. An Fourchis Gesicht ist auch zu erkennen, dass sich die Gemütslage gegenüber dem letzten Jahr (rechtes Bild) äusserst erfreulich entwickelt hat.


Nach dem Frühstück stand noch einer kurzer Gang ins Zimmer an. Da wir aber die Rucksäcke schon gut vorbereitet hatten und niemand von uns eine Medical Session einziehen musste, folgte nur noch die obligatorische Schmiererei mit der Sonnencrème. Danach ging es ab zum Checkout, ein paar letzte Worte zur netten Dame mit dem Berichten unseres diesjährigen Unterfangens (sie war auch dieses Mal sichtlich beeindruckt) und dann auch schon raus aus dem Hotel. Unser erstes Ziel war das Telldenkmal, welches unmittelbar neben dem Hotel zu bestaunen ist. Und da liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und schossen ein paar Fotos mit dem famosen Wilhelm Tell und seinem Walterli (Fourchi war heute als Man in Black unterwegs).


Nun war es 07.50 Uhr, wir stellten unsere Tracker ein und marschierten der Via Suworow entlang durch Altdorf. Den ersten Kilometer legten wir dann tatsächlich in weniger als 10 Minuten zurück, wir waren offensichtlich voller Euphorie. Fourchi war gar so euphorisch, dass er die Wanderstöcke lässig in einer Hand neben sich trug. Haude nahm das etwas ernster und setzte gleich zu Beginn auf einen gezielten Stockeinsatz. Nach den ersten Kilometern nahm aber auch Fourchi schon die Wanderstöcke zur Hand und liess sie während der gesamten Tour nicht mehr los. So marschierten wir also einen grossen Teil noch der befahrenen Hauptstrasse entlang, kamen hin und wieder auf ein kleines Stück durch Wiesen und Wälder und legten den einen oder anderen kurzen Aufstieg hin. Nach ungefähr 5 Kilometern entdeckten wir dann die Bergbahn ab Brügg, welche gemäss Originalplanung des Telltrails verwendet wird, um nach Ruogig zu gelangen. Dabei entdeckte Fourchi neben dem Via Suworow Wegweiser (Route 55) auch noch gleich einen Via Alpina Wegweiser (Route 1). War schön…

Es ging noch ein kleines Stück etwas flacher weiter – mittlerweile waren wir etwas mehr als eine Stunde unterwegs – und dann startete unser erster richtiger Aufstieg in Richtung Biel (natürlich nicht Biel in Bern, aber wir erwähnen es einfach noch zur Sicherheit). Irgendwie fühlte der sich dann doch schon ordentlich streng an, immerhin legten wir da so gegen 1000 Höhenmeter zurück. Unterwegs trafen wir noch auf zwei Bauarbeiter, welche gerade ihre wohlverdiente Pause auf dem Wanderweg genossen. Sie meinten, dass es noch weit nach oben ginge. Wir erwiderten, dass wir noch bis zum Stoos wandern würden – sie waren Baff und sagten uns „aber nicht mehr heute“… Naja, wir hatten ja keine andere Wahl, weil das Hotel auf uns wartete. Und so liefen wir immer weiter, mittlerweile natürlich auf schönen Wanderwegen, abseits vom Verkehr (das Foto von Fourchi ist zu Beginn des Aufstiegs) und genossen wunderschöne Ausblicke.


Der Aufstieg war wirklich schweisstreibend und wir würden mal behaupten, dass man uns anhand unserer Schweisstropfen hätte verfolgen können – alles hat getropft und wir waren wirklich komplett durchnässt. Einen Grossteil des Aufstiegs legten wir aber auch in der prallen Sonne zurück. Natürlich mussten wir hin und wieder eine kleine Pause von maximal 5 Minuten einlegen, aber dann ging es wieder zackig weiter. Und so kam es, dass wir nach gut 02.45 Stunden das erste Etappenziel der Via Suworow auf der Höhe von Biel erreicht haben (im Hintergrund von Haude sieht man die Bahnstation).


Ohne Pause ging es dann gleich weiter in Richtung Chinzig Chulm, wo uns noch ca. 500 weitere Höhenmeter bevorstanden. Dabei haben wir dann auch die einzigen Wanderer überholt – sie waren aber barfuss unterwegs, auf dem Schotterweg. Da waren wir doch ein bisschen erstaunt und auch beeindruckt – das tut vermutlich schon noch weh. Aber es gibt einen Vorteil: Man holt sich keine Blasen von den Socken und den Schuhen.
Der Aufstieg in Richtung Chinzig Chulm führte über wunderbare Wege und wir hatten unser Ziel stets vor Augen – da wollten wir nämlich unsere Mittagspause einlegen. Doch auch dieser Aufstieg ist definitiv nicht zu unterschätzen und zwang uns zur einen oder anderen kurzen Verschnaufpause.


An dieser Stelle möchten wir noch kurz eine Neuerung präsentieren: Videos. Von verschiedenen Stellen haben wir den Wunsch erhalten, auch Videos in den Blog einzubauen. Diesem Wunsch entsprechen wir natürlich gerne und so folgt an dieser Stelle die Premiere mit einem wunderbaren Video des Panoramas beim Aufstieg in Richtung Chinzig Chulm.
Noch eine letzte Notiz zum Aufstieg nach Chinzig Chulm: Es gibt natürlich viele Menschen, welche die Wanderwege instand halten und wir hatten das Glück, einen solchen bei der Arbeit zu sehen und deshalb möchten wir ihm auch unseren Dank aussprechen, dass wir davon profitieren können. Übrigens war er mit einem coolen Werkzeug unterwegs (auf der einen Seite des Stiels mit einer Schaufel, auf der anderen mit einem Rechen).

So und jetzt seid ihr sicher gespannt, wie wir den Gipfelsturm des Chinzig Chulm auf fast 2100 m.ü.M. erlebt haben. Das war nach etwa 03.30 Wanderzeit rechtzeitig zum Mittag um 11.30 Uhr der Fall und auch diesen Moment hat Haude in Form eines Videos festgehalten (und das folgende Panorama auf dem Foto).

An diesem Platz legten wir dann unsere halbstündige Pause ein, während welcher wir auch unsere Tracker pausiert haben. Wir haben beide einen Riegel gegessen und dann noch ein paar Süssigkeiten gegönnt. Fourchi hat zudem seinen Apfel verspeist, damit Haude im Sinne des Tells nicht noch auf die dumme Idee kommt und ihm diesen versucht vom Kopf zu schiessen. Und dann um ca. 12.00 Uhr nahmen wir den Abstieg in Richtung Muotatal in Angriff, welcher auf den Wandertafeln mit fast 4 Stunden bezeichnet wurde.
Der Abstieg zog sich entsprechend sehr in die Länge. Es gab steile Passagen aber häufig wirklich angenehm – hin und wieder etwas unübersichtlich, weil die Blumen und Pflanzen den Weg überwucherten. Und irgendwie ist es uns auch gelungen, hin und wieder einen Wegweiser für den Bergwanderweg (weiss – rot – weiss) zu verpassen und so sind wir nicht immer auf der Via Suworow unterwegs gewesen. Aber bekanntlich führen alle Wege nach Muotatal und aus der Ferne haben wir dann jeweils die eine oder andere Markierung entdeckt und wir dachten uns, dass wir da sein sollten. Die Wege kamen aber auch wirklich immer wieder zusammen und so konnten wir uns weiterhin an der Via Suworow erfreuen. Aber nicht lange – denn irgendwie haben wir es später wieder fertiggebracht vom Weg abzukommen. Karma hat uns aber unmittelbar bestraft, weil wir auf Asphalt laufen mussten, während der richtige Weg ein etwa hundert Meter entfernt auf der anderen Seite über schöne Wiesen geführt hätte. Aber wir nahmen das sportlich und steuerten unbeirrt Muotatal an.


Also eigentlich nur fast unbeirrt: Bereits beim Aufstieg nach Chinzig Chulm ist uns eine Mutterkuh mit zwei Kälbern auf dem Wanderweg entgegengekommen und wir sind da vorbildlich in den Hang hochgestiegen und haben eine kleine Schlaufe eingelegt, um sie zu kreuzen. Beim Abstieg nach Muotatal trafen wir eine ähnliche Situation an, welche uns dazu zwang, in den Hang hochzuklettern und die friedliche Kuhtruppe nicht zu stören.

Kurz nachdem wir wieder zurück auf der Strecke waren, rutschte Fourchi plötzlich auf dem Kies aus und lag mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Es lag nicht an seiner Leiste – welche nebenbei bemerkt während der ganzen Etappe keine spielentscheidende Rolle einnahm und sich nur ziemlich zurückhaltend bemerkbar machte – sondern vielmehr an seinem linken Handgelenk. Auch dieses war vor der Tour schon von einem Fussballspiel lädiert, nur hat das Fourchi für sich behalten (er dachte das sei irrelevant). Haude nutzte nach kurzer Rücksprache die Gelegenheit als Fourchi unfreiwillig am Boden sass dazu, eine kurze Pinkelpause einzulegen. Dann stand auch Fourchi wieder auf und wanderte weiter – glücklicherweise klang der Schmerz relativ schnell wieder ab und so konnte er auch weiterhin seinen Wanderstock halten.
Nach einer Laufzeit von gut 5 Stunden ist uns dann plötzlich eine kleine Beiz auf dem Weg aufgefallen (Höhe Alp Stäffeli). Und so legten wir da kurzerhand eine kurze Pause ein und genehmigten uns gemeinsam eine 1.5 Liter Flasche Citro, welche innert 15 Minuten leer war. Am Nachbartisch konnten wir noch einer heissen Diskussion zur Vergabe von Kränzen bei Schwingfesten verfolgen. Die Herren schienen mit der 15%-Regel nicht ganz einverstanden zu sein und versuchten da gemeinsam Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Aber in den 15 Minuten war kein Fortschritt zu erkennen und so entschieden wir uns, auch noch die letzte Stunde in Angriff zu nehmen.


Übrigens waren wir ab diesem Zeitpunkt nur noch auf der Via Suworow unterwegs und haben keinen Wegweiser mehr verpasst, weil wir wie die Irren nach diesen farbigen Markierungen Ausschau hielten. Und so fehlte uns nur noch eine steile Wiese bis nach Muotatal ins Dorf – doch die war frisch gemäht und das frische Heu lag überall auf dem steilen Weg herum. So entschied sich Fourchi sich nochmals unfreiwillig hinzulegen und wiederum wurde seine linke Hand dabei in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem ersten Schmerz folgten ein paar dezente Fluchworte. Fourchi richtete sich wieder auf, wischte sich das Gras von den Beinen und lief weiter. Und dann nach einer Laufzeit von insgesamt 06.30 Stunden sind wir in Muotatal angekommen und hatten somit die beiden Via Suworow Etappen in voller Länge absolviert.

Es war also mittlerweile fast 15.00 Uhr und wir mussten noch auf den Stoos. Da wir bereits 26 km in den Beinen hatten und wir dabei den einen oder anderen Höhenmeter zurückgelegt hatten, entschieden wir uns dazu, auf den Bus zu warten und uns das flache Stück bis zur Stoosbahn zu schenken. Also warteten wir ca. 15 Minuten auf den Bus und liessen uns sichtlich gut gelaunt zur Stoosbahn chauffieren.



Nach einer 15-minütigen Fahrt sind wir bei der Stoosbahn angekommen. Aber wir müssen noch sagen, dass wir mit einem anderen Gedanken geliebäugelt haben. Fourchi hätte noch ein paar Stationen weiterfahren können zu seiner Arbeitsstelle bei der Schwyzer Kantonalbank. Haude entdeckte auf dem Bildschirm die nächste Haltestelle „Schwyz, Bierkeller“. Wir haben uns aber dagegen entschieden und begaben uns also auf unseren letzten Aufstieg in Richtung Stoos.

Es wäre sicherlich sehr angenehm gewesen, die Bahn in Fourchis Hintergrund zu nehmen. Aber wir waren ja erst 06.30 Stunden und 26 km gewandert und so spielte es uns in die Karten, dass wir noch einen letzten Aufstieg in Angriff nehmen durften. Da auf der ersten Wandertafel eine Wanderzeit von 02.45 Stunden angezeigt wurde und wir nach 5 Minuten (wirklich, ohne Witz) die nächste Tafel mit einer Wanderzeit von 02.25 Stunden antrafen stellten wir uns auf einen lockeren Aufstieg ein – was für ein Fehler…
Den ersten Kilometer legten wir noch in einem guten Tempo zurück, aber der Aufstieg war wahnsinnig steil und es gab keine Passagen zum Verschnaufen. Glücklicherweise war der ganze Aufstieg im Wald, trotzdem begannen Haude und Fourchi wieder wahnsinnig zu schwitzen und haben eine gute Fährte gelegt. Innerhalb von nicht ganz 2 Kilometern legten wir fast 500 Höhenmeter zurück, und das war echt hart.


Fourchi lief während des gesamten Aufstiegs an erster Stelle – nicht etwa weil er noch über mehr Reserven verfügte. Fourchi lief am Anschlag, während Haude noch eine Spur frischer wirkte und von hinten die Aufsicht über Fourchi hatte. Bei den kurzen Pausen lag wieder die eine oder andere Süssigkeit drin und auch wahnsinnig viel Wasser wurde konsumiert.


Der strenge Aufstieg kostete uns nicht ganz eine Stunde Zeit, aber sehr viel Energie und Nerven. Oben angekommen wollten wir nochmals eine kurze Pause einlegen, bevor wir die letzten etwas mehr als 3 km und 300 Höhenmeter in Angriff nehmen würden. Aber als wir uns hinsetzten, waren wir innert kürzester Zeit von riesigen Ameisen und anderen Insekten übersät, dass wir die Pause abbrachen und die letzten Kilometer auf Asphalt in Angriff nahmen. Das letzte Stück ging zwar stetig hinauf, aber war nicht mehr besonders steil und so konnten wir nochmals eine ordentliche Pace hinlegen, sodass wir kurz vor 17.15 Uhr unsere Unterkunft die Stoos Lodge erreichten.

Angekommen in der Stoos Lodge begaben wir uns umgehend zum Self Check-In und glänzten da mit einer effizienten Abwicklung. Einzig Haude hat scheinbar eine falsche Mailadresse eingegeben und somit denkt sich ein anderer Valentin womöglich, dass er gar nicht in der Stoos Lodge sei, wer weiss das schon.
Jedenfalls begaben wir uns dann zuerst auf die Terrasse und genehmigten uns ein weiteres Getränk: Für Haude gab es ein alkoholfreies Schneiders Weisse und Fourchi war wahnsinnig happy mit einer Cola, wobei er auch noch von einem gratis Refill profitieren konnte. Danach ging es auch schon ab ins Zimmer, weil wir um 18.30 Uhr für das Abendessen antraben sollten. Und hier noch kurz ein Hinweis zum Hotel: Das ist wirklich wahnsinnig schön, topmodern und idealer Ausgangspunkt für Rundwanderungen in diesem Gebiet. Wenn ihr also eure Partnerin oder euren Partner mal wieder verwöhnen möchtet, wäre die Stoos Lodge sicher ein guter Tipp. Nehmt dann aber doch die Bahn hinauf, das ist sicher auch ein tolles Erlebnis.
Nach der Dusche ging es dann auch schon zum Abendessen und Haude genehmigte sich einen ordentlichen Salatteller, welcher nach Gewicht abgerechnet wurde. Satte 20 Franken brachte er zustande… Danach gab es für ihn noch Penne Carbonara, während bei Fourchi gegrilltes Poulet mit Süsskartoffeln auf dem Programm stand. Das Essen war gut, aber mehr auch nicht.

Fazit
Der erste Wandertag liegt hinter uns und wir haben unser Ziel erreicht. Im Verhältnis zur Startetappe der Via Alpina, als wir insgesamt 40 km zurücklegten, fehlen da zwar ein paar Kilometer. Aber dem stehen einige zusätzliche Höhenmeter gegenüber und von der Wanderzeit her ist das sicherlich auch vergleichbar.
Was wir aber nicht mehr vergleichen können, ist der körperliche Zustand nach dem ersten Wandertag. Wir haben zwar schwere Beine, Fourchi kämpft beim Schreiben des Blogs mit dem einen oder anderen Krampf, aber das ist kein Vergleich zur Situation damals in Weisstannen. Fourchi hat keine Blasen, Haude vielleicht (er weiss es noch nicht genau). Und auch ansonsten erfreuen sich beide guter Gesundheit und sind in einem angemessenen Laufstil beim Abendessen erschienen.
Der Rucksack wirkte für uns jetzt bei der Wanderung dann doch wieder etwas schwerer, aber er war während der gesamten Etappe kein wirkliches Thema. Natürlich waren wir jeweils froh, wenn wir diesen bei den Pausen jeweils kurz ablegen konnten – aber mehr gibt es dazu nicht zu berichten.
Hingegen möchten wir noch unseren heutigen Konsum auf der Wanderung (ohne Abendessen) mit euch teilen (links Haude – rechts Fourchi):
- 3.5 l Wasser
- 0.75 l Citro
- Halbes Pack Lachgummi
- 2 Ovo-Riegel
- Traubenzucker
- 4 l Wasser
- 0.75 l Citro
- Halbes Pack Haribo
- Proteinriegel
- Apfel
- Traubenzucker
Erwähnenswert ist sicherlich auch noch, dass es Haude tatsächlich fertigbrachte, bei drei unterschiedlichen Gattern die falsche Richtung zu wählen (wenn er ziehen sollte, hat er gestossen – wenn er stossen sollte, hat er gezogen). Aber es hat dann jeweils doch geklappt und wir konnten passieren.
Und natürlich möchten wir es auch nicht auslassen, uns bei euch – der gesamten Leserschaft – herzlich zu bedanken für eure Nachrichten. Und es freut uns wahnsinnig, dass ihr auch auf dieser Tour wieder unseren Beiträgen folgt. Es verleiht uns auch dieses Jahr immer wieder einen zusätzlichen Motivationsboost und das können wir immer gebrauchen.
Ausblick
Zuerst einmal gönnen wir uns noch den obligaten Whisky, irgendwie muss die Flasche ja leer werden und wir stehen quasi unter Zeitdruck.
Dann gab es heute Abend noch einen kurzen Regenschauer, welchen wir aus unserem Zimmer beobachten konnten. Aber morgen sollte alles wieder gut aussehen und aller Voraussicht nach wird es nicht mehr ganz so heiss sein wie heute.
Morgen können wir erst um 07.30 Uhr frühstücken, aber trotzdem möchten wir dann gegen 08.00 Uhr den Weg in Richtung Klingenstock in Angriff nehmen. Von da aus folgt eine Gratwanderung zum Fronalpstock, dann folgt der Abstieg nach Brunnen, bevor wir dann über den Gätterlipass auf die Rigi aufsteigen und in Vitznau das Schiff nach Luzern anstreben werden.
Es ist morgen rein anhand der verfügbaren Informationen zu Strecke, Laufzeit und Höhenmetern eine vergleichbare Aufgabe wie heute. Und somit sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir gegen Abend in Fourchis Casa eintreffen.

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