Eckdaten zum heutigen Tag
Originalplanung
Die Originalplanung für unsere heutige Etappe bestand aus zwei Etappen:
- Vaduz – Sargans
- Distanz: 27 km
- Aufstieg: 460 m
- Abstieg: 1600 m
- Laufzeit: 07.10 h
- Sargans – Weisstannen
- Distanz: 13 km
- Aufstieg: 800 m
- Abstieg: 280 m
- Laufzeit: 04.00 h
Unsere Ergebnisse
Anhand unserer Tracker haben wir folgende Durchschnittswerte erzielt (während der grossen Pause haben wir den Tracker gestoppt):
- Vaduz – Sargans
- Startzeit: 08.00 Uhr
- Ankunftszeit: 13.45 Uhr
- Distanz: 27.6 km
- Aufstieg: 430 m
- Abstieg: 1340 m
- Laufzeit: 05.15 h
- Anzahl Schritte: 35’500
- Tempo: 11.30 min/km
- Kalorien: 2089 kcal
- Sargans – Weisstannen
- Startzeit: 14.00 Uhr
- Ankunftszeit: 17.30 Uhr
- Distanz: 13 km
- Aufstieg: 715 m
- Abstieg: 270 m
- Laufzeit: 03.30 h
- Anzahl Schritte: 18’100
- Tempo: 15.04 min/km
- Kalorien: 1632 kcal
Tagesbericht
Es war also soweit… Kurz nach 06.00 Uhr sind wir aufgestanden, haben unser eingekauftes Frühstück konsumiert, unsere tollen schweren Rucksäcke wieder gepackt und sind dann pünktlich um 07.14 Uhr auf dem Bus Richtung Gaflei Klinik gelandet. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass sich Haude für seinen Wanderschuh als Schuhwerk entschieden hat, Fourchi hingegen für seine Laufschuhe (das wird dann später noch relevant). Das Wetter war wirklich sehr prächtig und fast keine Wolke war am Himmel zu sichten. Nach dem Umsteigen in Triesenberg Post ging es mit einem kleinen Bus weiter bis nach Gafleik Klinik und das war dann doch schon ein heftiger Aufstieg. Wir waren froh, durften wir den noch fahrend erleben.
Und dann oben angekommen ging es auch schon pünktlich um 08.00 Uhr los mit dem Abstieg in Richtung Vaduz. Die Nervosität war bei beiden zu spüren und wir waren schon ein erstes Mal nicht ganz schlüssig, welchen Weg wir einschlagen sollten. Letztendlich haben wir uns dann auf den folgenden Wegweiser bezogen und sind losgewandert Richtung Vaduz.

Der Abstieg lief dann ganz gut, die Wanderstöcke schleppten wir aber weiterhin an unserem Rucksack mit. Hin und wieder ein kleiner Rutscher, aber insgesamt sind wir ohne grössere Probleme den Berg heruntergekommen. Der Ausblick war dann auch wirklich phänomenal bei diesem Prachtswetter.

An dieser Stelle trafen wir dann auch noch auf eine freundliche Dame, welche uns gefragt hat, ob wir unterwegs ein Schloss gesehen hätten. Leider war uns das nicht aufgefallen und wir haben verneint. Ein paar Kilometer später sind wir dann schon auf ein Schloss gestossen und wir hoffen, dass die Dame das Schloss irgendwann auch noch gefunden hat.

Hier haben wir dann uns auch unserer Langarmkleidung entledigt, welche sich bis dahin als total richtige Wahl herausgestellt hat. Weiter ging’s dann im Kurzarm Tenü mit dem Abstieg in Richtung Vaduz. Die Stimmung war gut und wir waren beide noch sehr zuversichtlich über den weiteren Verlauf der Etappe… Wenn sich das nur nicht rächen würde…
Unterwegs sind wir dann auf viele Baustellen gestossen und wir haben es uns nicht nehmen lassen, da auch samstags tatkräftig mitzuhelfen.

In Vaduz angekommen sind wir an unserem Hotel wieder vorbeigelaufen… War schon etwas komisch, machte für uns nur wenig Sinn. Aber egal, wir mussten weiter und wussten nicht wo. Gestern Abend haben wir noch Witze darüber gemacht und heute wussten wir nicht mehr wo die Route verlaufen sollte. Aber zu unserem Schutz sei erwähnt, dass es wirklich dermassen viele Baustellen in Vaduz gab und diverse Wanderwegweiser einfach abgeklebt waren ohne den Hinweis einer Umleitung.
Trotz allem haben wir dann unseren weiteren Weg gefunden und sind auf der bekannten alten Rheinbrücke vom Fürstentum Liechtenstein auf die Schweizer Seite transferiert.

Von da aus zogen wir weiter Richtung Sargans, unermüdlich, immer weiter und weiter. Die erste Pause legten wir dann nach 20 km in der Nähe von Gretschins ein. Frisch verpflegt zogen wir nach ca. 30 Minuten auch schon wieder weiter und näherten uns langsam aber sicher Sargans an.
Mittlerweile war es wirklich auch heiss geworden und es gab immer wieder Passagen, wo wir aufsteigen mussten. Bei Fourchi machten sich dann auch schon erste Schürfungen/Blasen an den Füssen bemerkbar… Schlechte Schuhwahl bzw. schlechte Sockenwahl (Socken waren neu und noch nie getragen… dummerweise hat Fourchi nur neue Socken dabei…). Trotzdem ging es weiter uns es war irgendwie schon cool, als wir dann den Eingang von Sargans erreichten.

Es ging aber dann doch ein Stück weiter, bis wir wieder am Bahnhof von Sargans gelandet sind, welchen wir gestern noch in strömendem Regen erreicht hatten. 27 km hatten wir also schon absolviert und nach einer weiteren kurzen Pause schlugen wir zur zweiten Etappe ein mit dem Ziel Weisstannen.
Nachdem wir Mels relativ zackig erreicht hatten ging es los mit einem saumässigen Anstieg Richtung Vermol. Stetig relativ steil bergauf, und kein Ende in Sicht. Zum Glück war Haude weiterhin in wunderbarer Verfassung und konnte so Fourchi mitziehen, welcher wirklich schon am kämpfen war. Die Schmerzen an den Füssen wurden immer schlimmer, aber das gibts halt… Hätte nur nicht schon am ersten Tag passieren sollen.
Mit etwas mehr kleinen Pausen konnten wir auch dieses Hindernis meistern und wir liefen immer weiter Richtung Weisstannen. Haude begann langsam auch zu straucheln, aber auch er biss sich souverän durch und so erreichten wir kurz vor 17.30 Uhr unser Hotel Gemse in Weisstannen und waren überglücklich, als wir unter die Dusche springen und die Füsse hochlagern konnten.

Auch das Hotel Gemse ist wirklich sehr schön. Es befindet sich gleich eingangs Dorf und das kam uns auch noch zusätzlich sehr entgegen. Um 19.00 Uhr durften wir zum Abendessen antreten und genossen dieses in der Gesellschaft von mindestens 30-50 Fliegen, welche sich um unsere Teller und Getränke tummelten. Aber das Abendessen war sonst wirklich sehr lecker und es gab auch noch ein Dessert, bevor wir uns wieder ins Zimmer verkrochen und unseren obligatorischen Whisky konsumierten.
Fazit
Ja was wollen wir da sagen… Der erste Tag war mit insgesamt 40 km sicher schon anstrengend, auch wenn wir nicht sehr viele Höhenmeter zurücklegen mussten. Die Etappen waren sehr sehenswert, auch wenn wir teilweise längere Strecken auf Asphalt zurücklegen mussten. Die Ruhe war so angenehm, dass wir beide noch nicht von unseren Airpods Gebrauch machen mussten. Wir sind stolz, dass wir ein erstes Teilziel erreicht haben und die angegebene Zeit doch relativ deutlich unterbieten konnten.
Aber körperlich hat uns der erste Tag doch mehr zugesetzt, als wir das erwartet hatten. Da war der schwere Rucksack, die Schuh-/Sockenprobleme bei Fourchi und gegen Ende sind bei Haude Hüftbeschwerden aufgekommen. Wir werden uns heute Abend und morgen vor der Wanderung noch versuchen bestmöglich aufzupäppeln und dann die Schmerzen auszublenden.
Übrigens finden wir es sehr cool, wieviele unserer Freunde unser Abenteuer mitverfolgen und uns auch mit Nachrichten erfreuen. Wir wissen das sehr zu schätzen und das gibt immer noch einen zusätzlichen Motivationsschub.
Ausblick
Auch morgen ist das Wetter wieder sehr gut und wir beabsichtigen so gegen 08.00 Uhr wieder unsere Rucksäcke zu heben und in Richtung Elm loszumarschieren. Da wir keine Etappen zusammengelegt haben, sollten wir das irgendwie durchhalten können, auch wenn wir mit dem Foopass den ersten Alpenpass überqueren werden. Vermutlich werden wir auch erstmals probeweise von unseren Wanderstöcken Gebrauch machen und erhoffen uns doch einen grossen Nutzen davon.

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