Idee – Challenge
Fourchis bessere Hälfte – Ursi – hat diesen Sommer einmal mehr einige wunderbare Etappen der Via Alpina Schweiz zurückgelegt und davon geschwärmt. Dies gab Fourchi Anlass dazu, sich selber einmal mit der Via Alpina auseinanderzusetzen und rasch entwickelte sich das Ganze zu einer interessanten Challenge:
Die ganze Via Alpina Schweiz an einem Stück zurücklegen, ohne Abkürzungen, ohne Verwendung von Verkehrsmitteln und idealerweise in einem kürzeren Zeitraum als vorgesehen.
Hier zur Erinnerung noch kurz die groben Eckdaten zur Via Alpina Schweiz:
- Länge: 390 km
- Aufstieg: 23600 m
- Abstieg: 24800 m
- Anzahl Tagesetappen: 20
- Anzahl Alpenpässe: 14
- Anzahl Kantone: 7
Um ehrlich zu sein, Fourchi hat noch keine Mehrtageswanderung bestritten und auch ansonsten ist er ein eher unerfahrener Wanderer. In der Kindheit hat er sich immer wieder versucht herauszureden, wenn mal wieder eine Wanderung anstand… Auch hat Fourchi noch nicht wirklich lange Wanderungen zurückgelegt, vermutlich maximal 4 Stunden am Stück. Aber der Sportler in ihm stellt das alles in den Schatten und er ist überzeugt, dass er das schaffen kann, gemeinsam mit einem anderen genügend verrückten Kollegen, welcher dieses (aussichtlose?) Vorhaben ebenfalls unterstützen würde.
Und tatsächlich, mit einer kurzen Nachricht via Whatsapp an seinen Studienkollegen Haude berichtet er ihm von seinem Vorhaben und „er wäre dabei“… So schnell kann es gehen, also geht es im nächsten Schritt mal darum, die Via Alpina zu analysieren und die Etappen neu zusammenzustellen.
Übrigens hat aber auch Haude keine Erfahrung mit Mehrtageswanderungen. Aber er ist als sehr schneller Wanderer bekannt und hat schon so manche Zeitangabe auf Wanderwegen extrem unterboten.
Analyse der Etappen
Fourchi nimmt sich der Analyse an und geht dabei ganz einfach nach mathematischen Grundsätzen vor. Anhand der vorliegenden Informationen von schweizmobil.ch stellt er ein Excel der einzelnen Etappen zusammen und beginnt zu berechnen, wo wir den einen oder anderen Tag einsparen könnten.
Original Etappen
| Etappe | Start – Ziel | Länge (km) | Aufstieg (m) | Abstieg (m) | Laufzeit (h) |
| Etappe 1 | Vaduz – Sargans | 27 km | 460 m | 1600 m | 07.10 h |
| Etappe 2 | Sargans – Weisstannen | 13 km | 800 m | 280 m | 04.00 h |
| Etappe 3 | Weisstannen – Elm | 23 km | 1400 m | 1450 m | 08.00 h |
| Etappe 4 | Elm – Linthal | 25 km | 1650 m | 2000 m | 09.15 h |
| Etappe 5 | Linthal – Urner Boden | 16 km | 1100 m | 400 m | 05.25 h |
| Etappe 6 | Urner Boden – Altdorf | 27 km | 1050 m | 1900 m | 08.20 h |
| Etappe 7 | Altdorf – Engelberg | 29 km | 2100 m | 1500 m | 10.45 h |
| Etappe 8 | Engelberg – Engstlenalp | 12 km | 1300 m | 440 m | 05.00 h |
| Etappe 9 | Engstlenalp – Meiringen | 22 km | 740 m | 2000 m | 07.00 h |
| Etappe 10 | Meiringen – Grindelwald | 23 km | 1500 m | 1050 m | 07.45 h |
| Etappe 11 | Grindelwald – Lauterbrunnen | 20 km | 1200 m | 1400 m | 06.40 h |
| Etappe 12 | Lauterbrunnen – Griesalp | 22 km | 2000 m | 1400 m | 09.00 h |
| Etappe 13 | Griesalp – Kandersteg | 17 km | 1450 m | 1700 m | 07.10 h |
| Etappe 14 | Kandersteg – Adelboden | 16 km | 1400 m | 1250 m | 06.45 h |
| Etappe 15 | Adelboden – Lenk | 14 km | 700 m | 1000 m | 04.30 h |
| Etappe 16 | Lenk – Gstaad | 22 km | 1150 m | 1150 m | 07.00 h |
| Etappe 17 | Gstaad – L’Etivaz | 16 km | 1300 m | 1200 m | 06.25 h |
| Etappe 18 | L’Etivaz – Rossinière | 14 km | 340 m | 580 m | 03.40 h |
| Etappe 19 | Rossinière – Rochers de Naye | 19 km | 1900 m | 820 m | 07.35 h |
| Etappe 20 | Rochers de Naye – Montreux | 13 km | 100 m | 1650 m | 03.50 h |
Mit ein paar wenigen Excel-Formeln wurden die einzelnen Etappen jeweils zusammengefasst und daraus die „einfachere“ Kombination ermittelt, wodurch dank Zusammenlegungen die Reisezeit von 20 auf 12 Tage heruntergekürzt werden konnte.
Neue Planung der Etappen
| Etappe | Start – Ziel | Länge (km) | Aufstieg (m) | Abstieg (m) | Laufzeit (h) |
| Etappe 1 | Vaduz – Weisstannen | 40 km | 1260 m | 1880 m | 11.10 h |
| Etappe 2 | Weisstannen – Elm | 23 km | 1400 m | 1450 m | 08.00 h |
| Etappe 3 | Elm – Linthal | 25 km | 1650 m | 2000 m | 09.15 h |
| Etappe 4 | Linthal – Altdorf | 43 km | 2150 m | 2300 m | 13.45 h |
| Etappe 5 | Altdorf – Engelberg | 29 km | 2100 m | 1500 m | 10.45 h |
| Etappe 6 | Engelberg – Meiringen | 34 km | 2040 m | 2440 m | 12.00 h |
| Etappe 7 | Meiringen – Lauterbrunnen | 43 km | 2700 m | 2450 m | 14.25 h |
| Etappe 8 | Lauterbrunnen – Griesalp | 22 km | 2000 m | 1400 m | 09.00 h |
| Etappe 9 | Griesalp – Kandersteg | 17 km | 1450 m | 1700 m | 07.10 h |
| Etappe 10 | Kandersteg – Lenk | 30 km | 2100 m | 2250 m | 11.15 h |
| Etappe 11 | Lenk – L’Etivaz | 38 km | 2450 m | 2350 m | 13.25 h |
| Etappe 12 | L’Etivaz – Montreux | 46 km | 2340 m | 3050 m | 15.05 h |
Recherche nach ähnlichen Vorhaben
Die neue Planung scheint wirklich sehr ambitioniert zu sein. Deshalb betreibt Fourchi noch einige Recherche und stösst dabei immer wieder auf ähnlich Verrückte oder gar noch Verrücktere Personen, welche sich auch in dieses Abenteuer gewagt haben und die Erfahrungen festgehalten haben.
Interessanterweise stehen Kollegen und Familie der Planung eher kritisch gegenüber. „Das schafft ihr nie“, „Das ist total unrealistisch“, „Ohne Pause könnt ihr das gar nicht schaffen“ sind die überwiegenden Tenöre bei den Rückmeldungen zur obigen Planung.
Aber trotzdem bleiben wir an der Planung dran und versuchen nun einen geeigneten Zeitpunkt für das Vorhaben zu finden und dann beraten wir uns nochmals, ob das jetzt wirklich möglich ist, oder eben doch nicht…

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