Tag 2: Sur GR, Alp Flix – Savognin – Ausserferrera


Eckdaten zum heutigen Tag

Originalplanung

Die Originalplanung für unsere heutige Etappe bestand aus zwei Etappen:

  • Sur GR, Alp Flix – Savognin
  • Distanz: 20 km
  • Aufstieg: 900 m
  • Abstieg: 1700 m
  • Laufzeit: 06.40 h
  • Savognin – Ausserferrera
  • Distanz: 22 km
  • Aufstieg: 1500 m
  • Abstieg: 1350 m
  • Laufzeit: 07.35 h

Mit unserer Planung für den gesamten Tag lagen folgende Werte zugrunde:

  • Sur GR, Alp Flix – Savognin – Ausserferrera
  • Distanz: 42 km
  • Aufstieg: 2400 m
  • Abstieg: 3050 m
  • Laufzeit: 14.15 h

Link zur Übersicht: 2024 – Alpenpässeweg Teil 1 (8 Tage)

Unsere Ergebnisse

Anhand unserer Tracker haben wir folgende Durchschnittswerte erzielt (während der grossen Pause haben wir den Tracker gestoppt):

  • Sur GR, Alp Flix – Savognin
  • Startzeit: 08.15 Uhr
  • Ankunftszeit: 12.45 Uhr
  • Distanz: 21 km
  • Aufstieg: 800 m
  • Abstieg: 1520 m
  • Laufzeit: 04.30 h
  • Anzahl Schritte: 23’000
  • Tempo: 12.35 min/km
  • Savognin – Ausserferrera
  • Startzeit: 13.15 Uhr
  • Ankunftszeit: 19.30 Uhr
  • Distanz: 24 km
  • Aufstieg: 1410 m
  • Abstieg: 1400 m
  • Laufzeit: 06.15 h
  • Anzahl Schritte: 25’000
  • Tempo: 15.37 min/km

Tagesbericht

Sorry schon im Voraus wieder, dass der heutige Blog so spät erscheint. Aber wir waren heute viel zu lange unterwegs und deshalb konnten wir damit erst nach 21.00 Uhr beginnen. Aber starten wir wie immer von vorne.

Um 07.00 Uhr wurden wir von den zarten Musiktönen unserer Wecker aus dem Schlaf gerissen und begannen, unsere Packung zusammenzustellen. Weil wir hinsichtlich des Wetters masslos optimistisch waren, haben wir uns auch eine ordentliche Schicht Sonnencrème aufgetragen. Zudem hat Haude noch die Schuhe aus dem Trockenraum geholt, welche er gestern Abend nach Rücksprache mit Mary mit Zeitungen ausstopfen bzw. mit einem Schuhwärmer ausstatten durfte. Den letzten Schliff verleihte Haude dann noch mit dem Föhn und Zack, waren die nassen Schuhe vom Vortag wieder trocken.

Gegen 07.50 Uhr sind wir nach oben zum Frühstück gegangen und tatsächlich durften wir da schon frühzeitig den Esssaal betreten und mit dem Frühstück vor allen anderen starten. Das war echt super. Besonders begeistert waren wir vom frischen und noch immer warmen Sonntagszopf.

Bezüglich Tenü hat Haude für heute alles ausgewechselt und war mit einem langarmigen Thermoshirt unterwegs, während Fourchi nochmals in dieselben Socken vom Vortag schlüpfte, aber ansonsten auch alles auswechselte und als Man in Black unterwegs war (auch wenn zu Beginn noch mit einer Jacke).

Nach dem kurzen Frühstück starteten wir wie geplant um 08.15 Uhr in die heutige Etappe, und zwar bei Sonnenschein. Die Beine waren scheinbar gut erholt und so legten wir einen zackigen ersten Kilometer über flache Wege nach Tgalucas zurück, von wo aus dann unsere Route 6 steil hinauf in den Berg abzwieg.

Da beschäftigte uns dann zuerst noch eine Schafherde, welche wir vor uns her trieben den Berg hinauf. Aber sie sind dann glücklicherweise doch später noch alle zur Seite gegangen und sind dem Elite-Express gewichen.

Der Elite-Express musste dann aber auch schon bald einmal Federn lassen, weil dieser erste Aufstieg echt steil und anstrengend war. Problematisch war, dass es wirklich keine Erholungspause gab, es gab effektiv nur eine Richtung und zwar steil hinauf. So entledigte sich Fourchi bald schon seiner Jacke, aber musste weiterhin tief atmen, um dem Tempo von Haude zu folgen. Haude liess sich dann später zurückfallen, um den schwächelnden Fourchi aufzufangen.

Nach ungefähr einer halben Stunde galt es dann einmal mehr, einen Bach zu überqueren. Und hier vielleicht noch ein Hinweis zu unserer Routenwahl. Wir laufen einander im Normalfall schon hinterher. Aber gerade am heutigen Tag gab es viele unterschiedliche Routen und so bewegten wir uns teilweise schon mehrere Meter voneinander entfernt. Fourchi hatte beispielsweise diesen Bach schon überquert, während Haude noch auf der Suche nach einer passenden Lösung war.

Dies war dann auch vorerst das Ende des ersten steilen Aufstiegs mit über 500 Höhenmetern, welche wir innert kürzester Zeit zurücklegen durften. Im Anschluss ging es weiter über prächtige Weiden, bis wir den auch schon bald den höchsten Punkt dieses ersten Teils auf etwas über 2400 m. ü. M. erreicht haben.

Danach folgte ein Mix aus schönen Höhenwegen, brachen Landschaften und teilweise auch wieder Schneefeldern, welche wir zu Beginn noch wunderbar umgehen konnten. Dabei ging es natürlich auch immer wieder etwas hoch und etwas runter. Aber im total vernünftigen Rahmen im Vergleich zu diesem ersten Anstieg, den wir erlebt haben.

Irgendwann kam dann halt aber doch wieder der Zeitpunkt, wo es keine Ausweichmöglichkeit beim Schneefeld gab und so mussten wir unsere Füsse doch wieder in den Schnee stecken. Aber es war kein Vergleich zum gestrigen Tag und diese kurzen Passagen konnten wir jetzt natürlich ohne Schwierigkeiten meistern.

Es war wirklich ein wunderbarer Weg, extrem vielseitig, gut zu begehen und eine herrliche Aussicht. Irgendwann war es dann aber wieder Zeit abzusteigen, irgendwie mussten wir schliesslich von diesen über 2400 m. ü. M. nach Savognin auf nur 1200 m. ü. M. gelangen. Und so begann ein steiler Abstieg über Weiden, wobei auch ein kühler Wind wehte und sich das Wetter langsam verdunkelte. Es blieb aber trocken und so kamen wir wirklich gut vorwärts, bevor wir dann wieder Schotterwege erreichten. Da kreuzten wir dann auch erstmals eine Wanderin sowie zwei Biker. Ansonsten waren wir mutterseelenallein unterwegs und es war herrlich.

So gönnten wir uns nach über 2 Stunden Laufzeit und fast 10 zurückgelegten Kilometern eine erste Pause zum Verschnaufen, Haude musste sich dann gleich noch erleichtern und dabei aufpassen, dass er nicht eines der vielen Murmeli nässt (Fourchi hat das Foto ohne Haudes Wissen aufgenommen und in den Blog gepackt).

Hier noch ein exklusiver Einblick in diese Pausen: Wir legen den Rucksack ab, suchen eine passende Sitzgelegenheit (eigentlich ist es völlig egal) und trinken zuerst einen ordentlichen Schluck. Je nach Empfang gibt es auch einen Blick aufs Smartphone und dann auch noch ein Griff in die Süssigkeiten Vorräte. Manchmal liegt sogar auch ein Riegel drin. Und dann nach ca. 5 Minuten ziehen wir uns den Rucksack wieder an und greifen die nächsten Kilometer an. Das war auch hier der Fall, denn ab jetzt ging es ja praktisch nur noch bergab und da wir auf Schotterstrassen unterwegs waren, konnten wir eine gute Pace an den Tag legen. Aber später häuften sich Passagen durch den Wald und so zogen sich die Kilometer halt doch noch hin. Langsam näherten wir uns Savognin, doch dann wurden uns noch Baumstämme in den Weg gelegt. Dies nutzten wir natürlich sogleich für eine Pause.

Und so schwanden die verbleibenden Kilometer und wir erreichten Asphaltstrassen und somit Savognin. Das hat sich dann am Schluss doch noch ziemlich gezogen und wir waren froh, als wir Savognin endlich in Sichtweite hatten. Asphalt ist aber nicht unsere favorisierte Unterlagen um abzusteigen, weil dieser stark in die Knie schlägt.

Nach rund 04.30 Minuten Wanderzeit erreichten wir um 12.45 Uhr dann den Wegweiser, welcher den Zielort dieser Etappe signalisierte. Danach legten wir unmittelbar nebenan an einem Tisch mit Bänken unsere Mittagspause ein.

In der Mittagspause wurde wieder ordentlich getrunken und auch diverse Süssigkeiten wurden vernichtet. Und dann wollten wir jetzt natürlich auch noch klären, wie es weitergehen soll. Eigentlich gab es nur zwei Möglichkeiten:

  1. Wir setzen die geplante Route fort und marschieren weitere 22 km mit einer voraussichtlichen Elitezeit von 5 Stunden
  2. Wir nehmen den ÖV nach Ausserferrera und sparen unsere Kräfte für die nächsten Etappen

So wirklich outen wollte sich niemand von beiden. Aber wir waren beide der Meinung, dass wenn wir jetzt weiterlaufen, herausfinden können, ob der weitere Verlauf der Tour wirklich realistisch ist, oder ob wir noch Anpassungen vornehmen müssen. Zudem fühlten wir uns beide noch relativ fit und trauten uns die anstehenden Herausforderungen durchaus zu.

Und so kam es wie es kommen musste, um 13.15 Uhr sassen wir nicht etwa in einem Postauto, sondern wanderten durch Savognin und nahmen erstmals Kurs in Richtung Radons.

Bezüglich Wetter sah es weiterhin tiptop aus, es war nicht allzu heiss und ein wenig bewölkt. Und natürlich ging es sogleich wieder ordentlich bergauf, weil unsere angestrebte Passhöhe vom Pass da Schmorras auf über 2500 m. ü. M. liegen würde. Die ersten Rampen waren wiederum sehr lang und steil und führten hauptsächlich über Schotterstrassen und Weiden. Es war anzumerken, dass wir nicht mehr ganz so frisch waren, wie noch zu Beginn der Etappe. Aber trotzdem legten wir ein konstantes Tempo an den Tag und kamen so Schritt für den Schritt den Berg hinauf.

Und dann unterlief uns doch noch ein Fehler und wir kamen von unserem Weg ab, wodurch wir wohl ein paar zusätzliche Kilometer zurücklegten. Hinzu kam, dass wir für die Rückkehr auf den richtigen Weg einen grossen Teil auf Asphalt zurücklegen mussten und dabei auch von mehr als 10 Autos überholt oder gekreuzt wurden. Naja, das kann passieren, sollte aber nicht, wenn man schon 6 Stunden unterwegs ist und fast 30 Kilometer in den Beinen hat.

Nach etwas weniger als zwei Stunden haben wir mit Radons unser erstes Zwischenziel erreicht und bis zu diesem Zeitpunkt auch schon fast die Hälfte der Höhenmeter zurückgelegt. Wir gönnten uns eine Pause auf einer Bank an der Sonne, bevor wir dann wir losmarschierten. Bis hier konnte man übrigens mit dem Auto fahren und das Dorf sieht auch sehr hübsch aus. Jedenfalls war unser nächstes Ziel die Alp da Schmorras, welche wir ausschliesslich über Schotterwege erreichen konnten.

Dieser Weg war kein leichter, er war steinig und schwer und nahm einfach kein Ende. Wir liefen nebeneinander, still und in konstantem Tempo immer weiter ins Tal hinein und ständig bergauf, bis wir die Alp erblickten. Aber auch als wir sie schon sahen, mussten wir noch viele weitere Kurven zurücklegen, bis wir dann gegen 16.00 Uhr endlich bei der Alp da Schmorras auf nicht ganz 2300 m. ü. M. eintrafen. Natürlich waren wir um diese Zeit alleine da und es wehte ein äusserst frischer Wind. Aber wir mussten vor dem letzten Aufstieg wirklich nochmals eine Pause einlegen und unsere Reserven auffüllen. Die Stimmung war weiterhin gut und wir waren optimistisch, dass wir gegen 18.00 Uhr in Ausserferrera sein könnten. Einzig Fourchis Smartwatch gab zu diesem Zeitpunkt seinen Geist auf und irgendwie wäre es auch für uns cool gewesen, einfach aufzuhören und dann morgen am Zielort aufzuwachen. Naja, Dreamer…

Danach ging es los mit dem letzten Aufstieg des Tages, welcher rund 300 Höhenmeter umfassen sollte. Wir suchten uns eine passende Route, aber schon bald fanden wir uns auch in Schneefeldern wieder, welche etwas grösser waren. Aber auch diese stellten für uns kein Problem dar, weil wir überhaupt nicht mehr einsanken und deshalb nur ein paar Rutscher in Kauf nehmen mussten. Aber es sah dann halt doch wieder ziemlich winterlich aus.

Und nach gut 45 Minuten war auch dieser Aufstieg zum Pass da Schmorras auf über 2500 m. ü. M. erfolgreich absolviert und Haude freute sich dermassen darüber, dass er gleich mal gegen das Schild gekickt hat (Nein natürlich war das Schild vorher schon schräg).

Nun stand uns also nur noch der letzte Abstieg nach Ausserferrera bevor, für welchen wir wiederum gut 1200 Höhenmeter absteigen mussten. Und von da an nahm das Drama seinen Lauf. Nach den ersten Höhenmetern meldete sich Fourchi dass sein linkes Knie auf der Aussenseite dermassen schmerzte, und zwar völlig aus dem Nichts. Wir legten eine kurze Pause ein, beschlossen dann aber weiterzulaufen, weil es ja faktisch gar keine andere Möglichkeit gab. Das Problem war nur, dass dieser Abstieg über derart unwegsames Gelände führte und so konnte man Fourchi immer wieder mit schmerzverzerrtem Gesicht sehen. Und dann kam auch noch hinzu, dass die Wege teilweise dermassen überflutet oder verschlammt waren, dass man sich ständig Routen suchen musste, um irgendwie voranzukommen. Und die Suche nach den nächsten Wandermarkierungen gestaltete sich auch alles andere als einfach. Es kam wirklich alles zusammen. Und nicht zu vergessen sind die zahlreichen Bäche, welche beinahe zu Flüssen wurden und natürlich das eine oder andere Schneefeld zu Beginn.

Das einzig Positive zu diesem Zeitpunkt war das Wetter, welches sich von seiner besten Seite präsentierte. Irgendwann wurde es dann Fourchi zu viel und er blieb auf der Wiese sitzen, weil die Schmerzen derart stark waren und auch die eine oder andere Träne floss. Haude setzte sich gleich zu ihm. Gemäss Haude gäbe es jetzt zwei Möglichkeiten:

  1. Wir rufen die Rega und lassen uns runterbringen
  2. Fourchi schluckt Schmerztabletten und Haude trägt zur Entlastung auch noch Fourchis Rucksack runter

Fourchi entschied sich natürlich für keine dieser Varianten. Er schluckte eine Schmerztablette, klebte ein Tape auf sein Knie, band sich seinen Rucksack auf den Rücken und lief weiter. Haude war derweil nicht in der Lage, ein Foto der Situation ohne seine Handyhülle zu schiessen.

Und so ging es trotz all diesen Widrigkeiten weiter mit dem Abstieg, wobei sich die einzelnen geschilderten Problemsituationen leider nicht verbesserten. Wenns nicht läuft, läufts eben nicht. Wir kamen auf eine Kuhweide und wurden von der Bäuerin herbeigerufen. Sie erklärte uns, dass es da ein Problem zwischen einer Mutterkuh und den Kälbern gab und deshalb mussten wir kurzzeitig warten.

Danach konnten wir weitermarschieren, wobei die Kühe ziemlich frontal auf uns zuliefen. Wir liessen uns aber nichts anmerken, machten einen kleinen Bogen und konnten dann auch diesen Zwischenfall hinter uns lassen. Es kam dann wirklich auch noch ein Bach, bei welchem wir keine Möglichkeit hatten, diesen trocken zu überqueren. Und so liefen wir dann halt einfach hindurch und nahmen die nassen und kalten Schuhe und Socken in Kauf.

Wir wollten nur noch irgendwie runterkommen nach Ausserferrera, aber die Kilometer wurden nur sehr langsam weniger, weil wir wirklich nicht schnell laufen konnten. Zum Schluss wussten wir dann auch schon, dass noch eine Umleitung auf uns warten würde. Dieses Schild lag leider in der Wiese und Haude konnte es auch nicht wieder aufstellen.

Es passte einfach zum heutigen Tag, wo so manches zusammenkam. Und ja, bis zu diesem Zeitpunkt waren wir schon über 9 Stunden gelaufen, hatten wohl schon fast 40 km und über 2000 Höhenmeter in den Beinen. Also nahmen wir auch noch die Umleitung in Angriff, aber wir sahen sie natürlich nicht. Es führte wirklich kein Weg da hinunter und wir begaben uns mal auf die Suche nach Markierungen. Schlussendlich haben wir die Stelle gefunden, aber auch diese wirkte irgendwie versperrt.

Das war uns jetzt aber auch egal und wir nahmen den steilen Abstieg auf einem nicht instand gehaltenen Wanderweg in Angriff. Das lief sogar ziemlich gut und wir konnten viele Höhenmeter an Abstieg zurücklegen, auch wenn wir weiterhin vorsichtig bleiben mussten. Als wir dann endlich wieder auf Schotterstrassen landeten, war die Erleichterung bei beiden anzusehen. Und man konnte sogar wieder lächeln, bevor dann die triumphale Ankunft in Ausserferrera gegen 19.30 Uhr bevorstand.

Die Ankunft wurde dadurch gestört, dass wir da gleich auch noch ein Postauto erblickten, welches wir ja genommen hätten, wenn wir in Savognin eine andere Entscheidung getroffen hätten. Etwas viel Konjunktiv in dieser Formulierung. Aber trotzdem hier noch der Schnappschuss vom wegfahrenden Postauto.

Die Strasse führte direkt zu unserer Unterkunft Backpackers Generoso, wo wir sogleich antrabten für den Check-In. Erneut durften wir unsere Englisch-Kenntnisse auspacken und entschieden uns dann, gleich das Abendessen zu konsumieren, bevor wir unser Zimmer aufsuchten. Haude gönnte sich 1 Liter Eistee und ein paniertes Schweineschnitzel, für Fourchi gab es 1 Liter Elmer Citro und einen Fitnessteller. Natürlich schmeckte das nach einem solchen Tag ausgezeichnet.

Danach beglichen wir die Rechnung, erhielten noch extra ein Frühstück für morgen, weil wir das früher konsumieren wollten und verzogen uns auf unser Zimmer. Jetzt stand noch eine wohlverdiente Dusche auf dem Programm und dann konnte es auch schon losgehen mit dem Schreiben des Blogs.

Als wir dann endlich unsere Schuhe auszogen konnten, machten wir noch eine lustige Entdeckung. Irgendwie hatte Fourchi einen speziellen Laufstil und sein grosser Zeh hat sich etwas Luft verschafft. Die Socken landeten natürlich sogleich im Mülleimer nebenan.

Glücklicherweise hat es heute mit dem WLAN etwas besser geklappt, auch wenn Fourchi den Blog vor der Tür im Treppenhaus schreiben musste. Für euch nehmen wir auch das gerne in Kauf.

Fazit

Ja was soll man da noch sagen. Es war auch heute wieder ein nervenaufreibender Tag für uns. Wir haben wohl über 44 km zurückgelegt und somit die längste Etappe überhaupt auf einer unserer Routen. Darauf können wir durchaus stolz sein.Es ist also machbar, aber es hatte scheinbar seinen Preis. Beide haben jetzt Blasen an den Füssen, Fourchis Knie schmerzt immer noch und auch sonst war es einfach ein sehr langer und anstrengender Tag.

Den ersten Teil unserer Etappe würden wir auf jeden Fall weiterempfehlen. Das ist ein wunderbarer Wanderweg, bietet viel Varianz und ist schön zu begehen. Hingegen war der zweite Teil aus unserer Sicht wirklich nicht sonderlich schön, selbst wenn wir da in einem anderen Zustand drangelaufen wären. Die Wanderwege sind entweder endlos lange Schotterstrassen oder fast unbegehbare Abstiege. Das hat sicherlich auch noch mit dem vielen Wasser und Schnee zu tun, aber ja. Ist halt unsere Meinung jetzt.

Wenn wir jetzt nochmals in Savognin wären, würden wir uns ziemlich sicher nicht mehr so entscheiden. Aber es war für den Moment völlig okay und wir haben uns damit arrangiert. Jedoch werden wir für die folgenden Tage sicher auch Konsequenzen daraus ziehen und Routen teilweise umplanen.

Aktuell gehen wir aber nicht davon aus, dass wir wegen Fourchis Problemen die ganze Tour abbrechen müssen. Mehr wissen wir aber erst morgen nach dem Aufstehen.

Ausblick

Morgen steht ein nicht mehr ganz so extremer Tag wie heute auf dem Programm. Aber es sind wieder zwei Etappen, wobei die erste nach Splügen führt und „nur“ 11 km umfasst. Jedoch werden da einige Höhenmeter zurückgelegt. Danach würde noch eine 26 km Etappe nach Safien folgen, wo wir dann auch noch unsere Wäsche waschen wollen.

Das Wetter für morgen sieht bei uns eher regnerisch aus, vermutlich auch wirklich den ganzen Tag. Das spricht also auch nicht für eine solch lange Etappe.

Aktuell denken wir, dass wir nur eine der beiden Etappen laufen werden, aber wir wissen noch nicht genau, was die bessere Variante ist. Wir müssen zuerst darüber schlafen und werden dann morgen spontan entscheiden.

Jetzt wünschen wir euch eine angenehme Nacht und melden uns morgen hoffentlich mal wieder etwas früher mit dem Tagesbericht…


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